Stiftung deutscher Kultur im Östlichen Europa - OKR
Kulturportal Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen

Ausgaben: Ausgabe 1301.

Bücher und Medien

Weichsel und Warthe zum Wieder- und Weiterlesen

Themenschwerpunkt in diesem Jahrgang ist das 65jährige Bestehen der Hilfskomitees, einer wichtigen Basis der Landsmannschaft Weichsel–Warthe. Die Titelbilder des Jahrbuchs nehmen Bezug auf die in den vergangenen Jahrzehnten geleistete Arbeit der kirchlichen Organisationen. Auch das Kalendarium nimmt sich des Titelthemas an und zeigt auf den Monatsseiten Bilder zu kirchlichen Persönlichkeiten und Arbeiten.

Karl Bauer erinnert in seinem Nachruf an das verdiente Ehrenmitglied der LWW und den langjährigen Vorsitzenden des Galiziendeutschen Hilfskomitees, Rudolf Mohr. Edzard Schmidt-Jortzig und Leonhard v. Kalckreuth würdigen den bekannten Posener Juristen Prof. Dr. Georg-Christoph v. Unruh. Auch dieses Jahr ist Sibylle Carlhoff mit einem Gedicht vertreten.

Ein Hauptarbeitsschwerpunkt des vergangenen Jahres war das 60jährige Jubiläum der Landsmannschaft Weichsel–Warthe, von deren Feier im Hessischen Landtag ein Bericht, Fotos und die Festrede „Tausend Jahre gemeinsame Geschichte“ von Prof. Dr. Joachim Rogall abgedruckt werden. Die folgenden Autoren erinnern an Ereignisse, Einrichtungen und Aktuelles aus der Arbeit: Karl Bauer berichtet über die Arbeit der LWW-Bundesgeschäftsstelle und das Haus der Heimat in Wiesbaden, Helmut Neubach schreibt über „Die Ostdeutsche Ausstellung in Posen (1911)". Götz Urban zitiert auch in diesem Jahr „Aus den Posener Heimatgrüßen 1911“ seines Großvaters und Prof. Dr. Erich Müller hat „Geheime polnische Dokumente über deutsche Schulen aufgefunden“. Klaus Steinkamp berichtet über Ella Baronin v. Lüttwitz-Heinrich. Es folgen epische und lyrische Beiträge, die Erinnerungen und Empfindungen thematisieren.

Nikolaus Arndt beleuchtet „Einiges über die Wolhyniendeutschen“. Dr. Martin Sprungala hat seinen Vortrag „Die deutschen Katholiken im historischen Großpolen und Kujawien“ zu Papier gebracht und eine anschauliche Karte dazu erstellt. Olga Schmidt beschreibt eine Reise nach Lodz, und Oberstudienrat Wilfried Gerke sieht Hotel- und Gasthofnamen als Spiegel der Geschichte an. Renate Sternel-Rutz erinnert an Superintendent Martin Rutz. In gewohnt einfühlsamer Weise beschreibt Harry Petzold eine Lebensdarstellung seines Lodzer Vorfahren. Eine Betrachtung besonderer Art liefern Heinz Csallner und Martin Sprungala mit „Generäle und Admiräle aus dem Posener Land“. Margarete Schönfeldt hat zusammen mit Christa Frey besondere Erinnerungen an die Kinderzeit zu Papier gebracht. Gerhard Werner beleuchtet die preußische Beamtenpolitik.

Eine literarische Erinnerung an „Lodz. Senatorska 26“ stammt von René A. Ast. Der polnische Dozent Dr. Zdzislaw Wlodarczyk erforscht in seiner Heimatstadt Wielun die deutsche Geschichte und beschreibt das Leben des Wieluner Pastors Eduard Kretzschmar. Ein aktuelles Zeitdokument der seit 1945 doch noch bestehenden deutsch-polnischen Kontinuität liefert Elfriede Eichelkraut in ihrem Bericht über „Dieevangelisch-augsburgische (lutherische) Kirchengemeinde Lipno nach 1945“.

Harald Schäfer hat sich wieder mit Posener Persönlichkeiten beschäftigt. Aus der Kriegs- und Besatzungszeit 1939–1945 hat Martin Sprungala mündliche Erzählungen zu einem Artikel über ein Dorf im Kreise Wollstein zusammengefaßt. Berthold Fege hat in seinem Beitrag „Historisches und neuzeitliches Schrifttum über das Lubliner und Cholmer Land und Hinweise für Internetrecherchen" zusammengetragen.

Es folgen traditionell die Autorenkurzbiographien, die Anschriften der LWW-Organisationen und Einrichtungen sowie Schrifttumhinweise.

(KK)

Jahrbuch Weichsel–Warthe 2011. Herausgeber: Landsmannschaft Weichsel–Warthe, Bundesverband e. V. Zusammengestellt von Karl Bauer und Martin Sprungala. Der Bezugspreis beträgt für das Einzelexemplar 10,50 Euro, Mengenrabatte sind zu erfragen und Bestellungen aufzugeben bei der Landsmannschaft Weichsel–Warthe, Friedrichstr. 35 III, 65185 Wiesbaden, Tel. 0611/379787.

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