Stiftung deutscher Kultur im Östlichen Europa - OKR
Kulturportal Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen

Ausgaben: Ausgabe 1310.

Bücher und Medien

Unverkrampft geballt

60 Jahre Südostdeutsches Kulturwerk – 10 Jahre IKGS in München

Das Südostdeutsche Kulturwerk e.V. (SOKW) und das Institut für deutsche Kultur und Geschichte Südosteuropas e. V. (IKGS) an der Ludwig-Maximilians-Universität München laden zu einer internationalen Tagung vom 29. bis zum 30. Juli 2011 nach München ein. Anlaß zu Rückschau, Standortbestimmung und Ausblick sind für die Veranstalter „Sechs Jahrzehnte Forschungen zur deutschen Kultur und Geschichte Südosteuropas“ und die damit verbundenen Jubiläen: Das Südostdeutsche Kulturwerk feiert sein 60jähriges Bestehen, das IKGS blickt auf zehn Jahre seit seiner Gründung zurück.

Im Festvortrag greift Prof. h. c. Dr. Konrad Gündisch (BKGE, Oldenburg) die kürzlich von Staatsminister Bernd Neumann geprägte Beschreibung des IKGS als „Solitär in der Wissenschaftslandschaft“ auf und beschreibt die Verortung des Instituts in Wissenschaft und Gesellschaft. Historiker und Literaturwissenschaftler aus Deutschland, Rumänien, Slowenien und Ungarn präsentieren ihre Forschungsthemen aus Sprach-, Literaturund Geschichtswissenschaften zu verschiedenen Regionen Südosteuropas: von der rumäniendeutschen Literatur im (Zerr-)Spiegel der Akten des rumänischen Sicherheitsdienstes Securitate (Prof. h. c. Dr. Stefan Sienerth) und der Securitate-Akte des Dichters Alfred Margul-Sperber (Prof. h. c. Dr. Peter Motzan), der Czernowitzer Zeitschrift „Wandlung“ (Prof. Dr. George Gutu), der Lyrik Paul Celans (Prof. Dr. Jürgen Lehmann), Franz Hodjaks und Paul Wührs (Prof. Dr. Volker Hoffmann) über den Stand der Erforschung des Deutschen in Ostmittel- und Südosteuropa (Prof. Dr. Hermann Scheuringer), über sprachliche Prägungen bei Minderheitensprechern der deutschen Sprachminderheiten (Prof. Dr. Elisabeth Knipf-Komlosi) in Ostmitteleuropa, den Audio-Atlas Siebenbürgisch-Sächsischer Dialekte (Prof. Dr. Thomas Krefeld und Dr. Stephan Lücke) und Mehrsprachigkeit und Muttersprache in der deutschen Literatur aus Südosteuropa (Prof. Dr. András Balogh) bis zu Anastasius Grün als Mäzen der Krainer Kulturszene (Prof. Dr. Mira Miladinovic-Zalaznik), den Deutschen in Jugoslawien nach 1945 (Dr. Wolfgang Kessler), deutschen Stadtbürgern im Königreich Ungarn (Dr. Juliane Brandt), dem Thema „Mehrheit, Minderheit, Migration“ nach dem Ersten Weltkrieg (Dr. Mathias Beer) sowie „Totalitarismus in multiethnischen Regionen Südosteuropas“ (Dr. Gerald Volkmer).

(KK)

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