Stiftung deutscher Kultur im Östlichen Europa - OKR
Kulturportal Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen

Ausgaben: Ausgabe 1312.

Bücher und Medien

Werenfried van Straaten, Maximilian Kaller, Adolf Kindermann

Ein Denkmal für den Gründer des weltweiten katholischen Hilfswerks „Kirche in Not“, Pater Werenfried van Straaten, sowie für Bischof Maximilian Kaller und Weihbischof Adolf Kindermann wurde in Königstein im Taunus enthüllt. Der Kölner Erzbischof Joachim Kardinal Meisner wird das Standbild für die drei großen Persönlichkeiten der Vertriebenenseelsorge auf dem Pater-Werenfried-Platz  einweihen.

Die Initiative zu dieser Würdigung war vom Freundeskreis Werenfried-Denkmal in Königstein ausgegangen. „Diese echten Freunde Pater Werenfrieds tragen mit ihrer Initiative maßgeblich dazu bei, das Andenken an unseren Gründer hochzuhalten“, sagte Karin Maria Fenbert, die Geschäftsführerin des deutschen Zweiges von „Kirche in Not“, im Vorfeld der Einweihung.

Der aus dem Ermland vertriebene Bischof Kaller war von Papst Pius XII. im Jahr 1946 zum ersten Vertriebenenbischof ernannt worden und hatte mit Prälat Kindermann, dem Rektor des deutschen Priesterseminars in Prag, in Königstein begonnen, die vertriebenen Priester und Theologen zu sammeln. Kaller starb bereits 1947, aber es gelang Kindermann, die „Königsteiner Anstalten“ mit einem Priesterseminar, der Philosophisch-Theologischen Hochschule, einem Gymnasium, dem Haus der Begegnung und verschiedenen Instituten zu einem „Vaterhaus der Vertriebenen“ zu machen.

1948 hatte der bekannte niederländische „Speckpater“ Werenfried van Straaten erstmals Königstein besucht. Die Stadt wurde später zu seiner zweiten Heimat und zurinternationalen Zentrale von „Kirche in
Not“.

Zur Einweihung des Denkmals hat der Kirchenhistoriker Rudolf Grulich eine 175-seitige Festschrift erstellt. Unter dem Titel „Königstein – Stadt des Aufbaus und der Versöhnung“ enthält sie mehr als 60 historische Fotos. Die Anfänge und der Aufbau der „Königsteiner Anstalten“ werden in dem Buch ebenso dargestellt wie die 45 Kongresse „Kirche in Not“, die in Königstein stattfanden. Es kann beim Institut für Kirchengeschichte Böhmen–Mähren–Schlesien, e.V., Haus Königstein, Zum Sportfeld 14, 63667 Geiß-Nidda, bestellt werden.

(KK)

«

»