Stiftung deutscher Kultur im Östlichen Europa - OKR
Kulturportal Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen

Ausgaben: Ausgabe 1360.

Bücher, Medien, Veranstaltungen

Siebenbürgen am Fuß des Siebengebirges

Evangelischer Kirchentag in Bonn

Seit den 1950er Jahren hat die Gemeinschaft Evangelischer Siebenbürger Sachsen und Banater Schwaben im Diakonischen Werk der EKD e. V. und das ehemalige Hilfskomitee bundesweit Kirchentage organisiert, um den Aussiedlern aus Rumänien zu helfen, sich in die kirchlichen Ortsgemeinden zu integrieren. Auch wenn inzwischen die Integration der Zielgruppe kein Thema mehr ist, bleibt es vor dem Hintergrund der zunehmend globalen Gesellschaft eine Herausforderung, seine Eigenart zu leben und verständlich zu machen. Der nunmehr 33. Siebenbürgische evangelische Kirchentag findet vom 25. bis zum 27. September 2015 im Haus der Evangelischen Kirche Bonn statt. Er ist, so verlauten die Organisatoren, „zu einem Ort der Vernetzung geworden und zu einer Gelegenheit, Akzente zu setzen. Wir tun das diesmal z. B. mit dem Fokus auf die Schwarze Kirche in Kronstadt – eine Kirche, die für die Beziehungen zwischen dem Rheinland und Siebenbürgen fast symbolisch ist. Die Evangelische Kirche im Rheinland hat in der kommunistischen Zeit fast zwei Jahrzehnte lang die Renovierung dieses siebenbürgischen Wahrzeichens unterstützt.“

Das Ziel des diesjährigen Siebenbürgischen evangelischen Kirchentages ist es, Menschen aus Bonn und der Region, kirchlich Engagierte und europäisch Interessierte, mit Rumänien Verbundene, Siebenbürger aus Deutschland und Deutsche aus Siebenbürgen zusammenzubringen.

Er wird mit einem musikalisch umrahmten Festprogramm eröffnet. Unter der Moderation von Dekan i. R. Hermann Schuller sprechen OKR Barbara Rudolph aus Düsseldorf, Superintendent Ekkehart Wüster aus Bonn sowie Bischof Reinhart Guib aus Hermannstadt/Rumänien. Die Vernissage einer Textilkunst-Ausstellung von Margret Riedel aus Lohmar und der Film „Abgelehnt – Angenommen? – Rumänien im Bild“ mit einem Kommentar von Robert Schwarz von der Deutschen Welle Berlin runden den ersten Begegnungsabend ab.

Ein weiterer Programmhöhepunkt unter dem Titel „Die Schwarze Kirche in Kronstadt als gesellschaftliches Leuchtfeuer“ wird von Pfarrer Christian Plajer (Kronstadt) und OKR i. R. Dr. Jürgen Regul (Düsseldorf) bestritten. Hinzu kommen eine Podiumsdiskussion unter dem Motto „Wer ist heute mein Nächster?“ sowie ein Gespräch zum Thema „Versöhnt in der Vielfalt? Ökumene heute“.

Standpunkte zum Schwerpunkt „Angekommen – Angenommen?“ werden in vier Infoblocks dargestellt: „Siebenbürger Sachsen in Deutschland“ präsentiert von Enni Janesch aus Drabenderhöhe, „Osteuropäer in Deutschland“ von Georg Aescht von der „Kulturpolitischen Korrespondenz“, Königswinter, „Internationale Integration“ von Pfarrer Mike Lee von der Internationalen Gemeinde Düsseldorf und „Kirchliche Integration“ von Dekan i. R. Hermann Schuller aus Mannheim.

Das von der Kreisgruppe Dortmund dargebotene Kulturprogramm „Rokestuf“ führt „Zurück zu den Wurzeln“. Der Siebenbürgische Kirchentag geht am Sonntag, dem 27. September, mit einem Abschlussgottesdienst in der Bonner Kreuzkirche zu Ende.

Dass die Veranstaltung in den letzten Jahren immer europäischer geworden ist, wird diesmal durch den Abschlussgottesdienst unterstrichen, in dem sowohl der Präses der Rheinischen Kirche, Manfred Rekowski, als auch der Bischof aus Hermannstadt, Reinhart Guib, zu Wort kommen. Zum anderen ist zu vermerken, dass der 34. Kirchentag am 30. September 2017 in Kronstadt/Rumänien stattfinden wird. Das Motto lautet: „500 Jahre Reformation“.

(KK)

«

»