Stiftung deutscher Kultur im Östlichen Europa - OKR
Kulturportal Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen

Ausgaben: Ausgabe 1362.

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Kein Märchen, jedoch wundersam

Die Rettung des Schlosses von Lekow in Hinterpommern

1995 kaufte das deutsche Ehepaar Sinapius das vom Verfall bedrohte Schloss von Lekow im landschaftlich reizvollen Hinterpommern, einem der größten Seengebiete im heutigen Polen. Die Familie Sinapius wurde von polnischer Seite auf die Erhaltenswürdigkeit des Schlosses Lekow hingewiesen, und die polnischen Behörden leisteten in der Folge konstruktiv administrative Hilfe. Zusammen mit weiteren Unterstützern, darunter die privat finanzierte deutsche Stiftung Philocultura, bemühte sich die Familie Sinapius um die Wiederherstellung und Unterhaltung von Schloss- und Parkanlage. Auch umfangreiche landwirtschaftliche Nutzflächen wurden erworben und die Wirtschaftsgebäude des Gutes saniert. Heute ist Schloss Lekow ein der Familie, der Kultur und der Gastlichkeit gewidmetes Haus und ein funktionierender Wirtschaftsbetrieb.

Eine von der Journalistin und Filmemacherin Martina Kerl konzipierte und erarbeitete Wanderausstellung, die bis zum 18. Dezember im Gerhart-Hauptmann-Haus Düsseldorf Station macht, zeigt Aufnahmen der historischen Schloss- und Parkanlage und veranschaulicht den gemeinsam beschrittenen deutsch-polnischen Weg vom ruinösen, verwahrlosten Zustand der Nachkriegszeit zu einem ansehnlich restaurierten Baudenkmal im heutigen Hinterpommern.

(KK)

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