Stiftung deutscher Kultur im Östlichen Europa - OKR
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Ausgaben: Ausgabe 1368.

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Sächsische, ironische Ikonographin

Kulturpreis für Sieglinde Bottesch

Den Siebenbürgisch-Sächsischen Kulturpreis, der zu Pfingsten auf dem Heimattag der Siebenbürger Sachsen verliehen wurde, ging in diesem Jahr an die Künstlerin Sieglinde Bottesch. 1938 in Hermannstadt geboren, hat sie sich einen Namen gemacht, seitdem sie 1965 die Fakultät für bildende Künste des Pädagogischen Institutes in Bukarest absolviert hat. Zu verdanken ist das sowohl ihrer regen internationalen Ausstellungstätigkeit seit 1967 als auch der Güte und der Vielfalt ihres Werks. Sieglinde Bottesch erweist sich als ausnehmend kreative Persönlichkeit. Als solche weiß sie die eigene Palette beständig zu erweitern und zu vervollkommnen. Zu der Malerei, die am Anfang ihres Schaffens stand, kamen alsbald Zeichnung, Grafik und Illustration hinzu, und in reifem Alter hat sie sich auch die dritte Dimension erschlossen und mit Plastiken und Objekten Aufsehen erregt. Nicht zuletzt hat Sieglinde Bottesch maßgeblich an einer Ikonographie mitgewirkt, die zum Gemeingut ihrer Landsleute geworden ist. Dafür und für die als Pädagogin geleistete Kunstvermittlung, insbesondere aber für die künstlerische Lebensleistung und den bildnerisch-schöpferischen Dienst an der Gemeinschaft hat deren Verband Sieglinde Bottesch nun ausgezeichnet.

(KK)

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