Stiftung deutscher Kultur im Östlichen Europa - OKR
Kulturportal Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen

Ausgaben: Ausgabe 1368.

Bücher, Medien, Veranstaltungen

Früh- und „Spätsommer“

Stifter-Stipendium in Oberplan

Ein vom Adalbert Stifter Verein in Zusammenarbeit mit Kulturallmende München und dem Adalbert Stifter Zentrum Oberplan ausgeschriebenes Stipendium ermöglicht den Autoren, im Frühjahr bzw. Herbst dieses Jahres jeweils einen Monat im Geburtsort Adalbert Stifters in Südböhmen zu wohnen und zu schreiben. Die Autoren dieses Jahres wurden unter 49 Bewerbern ausgewählt.

Petra Morsbach, 1956 in Zürich geboren, Studium und Promotion in München, später Theaterakademie in Leningrad/St. Petersburg, lebt und arbeitet als Schriftstellerin in Starnberg. Nach mehreren Jahren als freie Regisseurin an den Theatern Freiburg, Ulm und Bonn debütierte sie 1995 aufsehenerregend mit dem Roman „Plötzlich ist es Abend“, dem seither fünf Romane folgten: „Opernroman“ 1998, „Geschichte mit Pferden“ 2001, „Gottesdiener“ 2004, „Der Cembalospieler“ 2008 und „Dichterliebe“ 2013. 2008 erschien ihr Essayband „Warum Fräulein Laura freundlich war. Über die Wahrheit des Erzählens“. Sie erhielt zahlreiche Auszeichnungen, zuletzt 2013 den Jean-Paul-Preis. 2014 wurde ihr Spielfilm „Der Schneesturm“ (56 Minuten) über Adalbert Stifter in München uraufgeführt.

Hans-Peter Kunisch, 1962 in Visp/Schweiz geboren, studierte in Fribourg/Schweiz und München, wo er promoviert wurde. Er lebt als freier Journalist („Süddeutsche Zeitung“, „Literaturen“, WDR u. a.) und Schriftsteller in Berlin. 2006 erschien sein erster Roman „Die Verlängerung des Marktes in den Abend hinein. Ein Roman in Buden“ im Blumenbar Verlag München. Zurzeit arbeitet er an einem zweiteiligen Romanprojekt, „Die Verschonten“ über das Schicksal der deutsch-russischen Familie seiner Mutter und „Der Deserteur“ über das Leben seines sudetendeutschen Vaters.

Das Stifter-Stipendium wird bis zum Jahr 2018 (150. Todestag Stifters) insgesamt acht Mal vergeben, gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien und der Bayerischen Staatskanzlei.

(KK)

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