Stiftung deutscher Kultur im Östlichen Europa - OKR
Kulturportal Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen

Ausgaben: Ausgabe 1371.

Bücher, Medien, Veranstaltungen

Sammlungen, geballt

Fortsetzung der Heimatstuben-Beratung

Von den über 500 Heimatsammlungen und -stuben aus allen ehemals ostdeutschen Regionen, die heute in Deutschland bestehen, sind viele in ihrer Existenz bedroht, sei es wegen des fortgeschrittenen Alters der ehrenamtlichen Betreuer, sei es aufgrund der Ignoranz von Kommunen, die einst die Patenschaft für eine Gemeinde in der Heimat übernommen hatten. Es gilt indes, die Sammlungen als unverzichtbare Vermittlungsstätten deutscher Erinnerungskultur nachhaltig zu sichern.

Auf Einladung der Bonner Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen, die im Rahmen eines von der Beauftragten des Bundes für Kultur und Medien geförderten Projektes zur Beratung ostdeutscher Heimatsammlungen durchgeführt wurde, kamen im Juni 2016 Betreiber ostdeutscher Sammlungen in Haus Schlesien, Königswinter-Heisterbacherrott, zusammen. In diesem Heft berichtet Dieter Göllner auf Seite 11 darüber. Dort wurden Beispiele erfolgreich arbeitender Sammlungen vorgestellt, Ideen für eine Steigerung der Attraktivität diskutiert, Informationen zu organisatorischen und rechtlichen Fragestellungen und praxisnahes Wissen zur Arbeit mit den Sammlungsstücken vermittelt.

Die mannigfachen Probleme konnten gleichwohl nur angerissen werden. Es zeigte sich weiterer konkreter Informationsbedarf, etwa hinsichtlich Inventarisierung, zukunftsorientierter Umgestaltung, Museumsdidaktik und Finanzierungsmöglichkeiten. Eine weitere Tagung dieser Art soll daher im Herbst angeboten werden, konkret am 9. und 10. November 2016, wiederum in Haus Schlesien.

An einer Teilnahme Interessierte melden sich bitte bei Elke Wilming, Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen, Kaiserstraße 113, 53113 Bonn, Telefon 0228/91512-0, kulturstiftung@t-online.de, weitere Informationen unter www.kulturstiftung-der-deutschen-vertriebenen.de, Heimatsammlungen.

(KK)

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