Stiftung deutscher Kultur im Östlichen Europa - OKR
Kulturportal Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen

Ausgaben: Ausgabe 1338.

Bücher, Medien, Veranstaltungen

Mit Kollwitzscher Bescheidenheit: „Ich will wirken in dieser Zeit“

Ostdeutsche Gedenktage – Persönlichkeiten und historische Ereignisse. 2011 und 2012. Beide Bände: Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen, Bonn 2013, 312 S., 10,80 Euro, bzw. 296 S., 10,80 Euro. Die Bände sind erhältlich über den Buchhandel, bei der Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen, Kaiserstr. 113, 53113 Bonn, Telefon 02 28 / 9 15 12-0, oder über den Online- Buchladen auf www.kulturportal-west-ost.eu.

Ein umfangreiches Kompendium ostdeutscher Kultur und Geschichte bilden die alljährlich erscheinenden „Ostdeutschen Gedenktage“. In ihnen werden Kurzbiographien, Werk- und Literaturverzeichnisse von Persönlichkeiten geboten, die aus den historischen deutschen Ost- und Siedlungsgebieten stammten oder dort ihre Wirkungsstätte hatten und deren Namen Bestandteil deutscher und europäischer Geschichte geworden sind. Erinnert wird aber auch an sich jährende, für den Osten – vom Baltikum über die historischen Ostgebiete und das Sudetenland bis ins Banat – bedeutsame historische Ereignisse.

Der Reigen der in den „Ostdeutsche Gedenktagen“ 2011 gewürdigten Persönlichkeiten des historischen deutschen Ostens spannt sich von dem pommerschen Historiker Norbert Buske, dem Prager Goethefreund Kaspar Maria von Sternberg und dem Danziger Astronomen Johannes Hevelius bis hin zu dem böhmischen Forschungsreisenden Thaddäus Xaverius Peregrinus Haenke und dem russischen Kriegsminister Fürst Michail Bogdanovic Barclay de Tolly. Nicht weniger erinnernswert: der Erste Thorner Friede 1411 und die Volksabstimmung in Oberschlesien 1921.

Neben allgemein Bekannten wie der schlesischen Flugpionierin Hanna Reitsch, dem Posener Warenhauskönig Hermann Tietz, dem Oppelner Erzbischof Alfons Nossol werden 2012 auch weniger Bekannte gewürdigt, wie der Volkskundler Alexander Treichel, der Maler Emil Gotthilf Bosse oder der Theologe Franz Spirago. Sie alle aber lebten nach dem von Käthe Kollwitz formulierten, ebenso bescheidenen wie anspruchsvollen Motto: „Ich will wirken in dieser Zeit …“

Als nicht nur für die Region bedeutende Ereignisse werden u. a. die Gründung der ersten Bergakademie der Welt in Schemnitz 1762, der Beginn des Mischehenstreites 1837 und Polens Schulreform von 1932 dargestellt.

(KK)

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