Stiftung deutscher Kultur im Östlichen Europa - OKR
Kulturportal Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen

Ausgaben: Ausgabe 1373.

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Kulturstiftung Westpreußen

Zu den kulturellen Einrichtungen, die sich am bundesweiten Tag der Stiftungen (1. Oktober) der Öffentlichkeit präsentierten, gehört auch die Kulturstiftung Westpreußen. Im Rahmen eines „Stiftungscafés“ im Vortragsraum des Westpreußischen Landesmuseums (WLM) wurden Einblicke in die Struktur, Aufgaben und Ziele geboten. Auf dem Programm standen originelle Führungen durch das Museum, Kurzreferate der Gremienmitglieder und der rege Dialog mit den Besuchern.

Mit dem Pressegespräch wollte man – so Professor Dr. Erik Fischer, Vorsitzender des Stiftungsvorstandes – einmal mehr vermitteln, wer genau sich hinter diesem Namen verbirgt. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer an der Bundesversammlung der Landsmannschaft Westpreußen bekamen zwar einen jährlichen Bericht, der über Vorstandssitzungen sowie über Vorgänge und Arbeiten im Westpreußischen Landesmuseum und seiner institutionellen Außenstelle (dem Museum in Krockow) Auskunft gab. Aber eine konkrete Beschreibung der Organisation sowie frei zugängliche schriftliche Informationen gab es lange Zeit nicht.

„Die ein wenig nebulöse Existenz und die Vermutung, dass die Kulturstiftung irgendetwas mit den beiden Museen zu tun haben müsse, verdeckten weitgehend die Tatsache, dass die Stiftung einen breiten, keineswegs auf die Museumsarbeit eingeschränkten Aufgabenbereich zu bewältigen hat. Sie bemüht sich nachdrücklich um die Förderung von Kunst und Kultur, indem sie materielles Kulturgut aus dem Land an der unteren Weichsel sammelt, erhält, inventarisiert und erforscht“, erklärte Professor Dr. Fischer.

Die Kulturstiftung betreibt das Westpreußische Landesmuseum, das ebenso wie das Haus in Krockow vornehmlich von der Bundesrepublik Deutschland gefördert wird. Darüber hinaus sammelt und erschließt sie auch immaterielles Kulturgut und hat sowohl die Westpreußen-Bibliothek als auch das westpreußische Bild-Archiv in ihrer Obhut. Diese Bereiche haben übrigens neben dem Kultur- und Dokumentationszentrum Westpreußen (dem späteren WLM) schon seit 1975 stets eigenständige Tätigkeitsfelder ausgemacht.

Auch wenn alle Akteure eng miteinander kooperieren, sollten die jeweiligen Tätigkeitsfelder der Kulturstiftung, des Westpreußischen Landesmuseums sowie des Kulturreferats deutlich voneinander unterschieden werden. „Dies gelingt allerdings kaum, weil in der Außenperspektive alles, was im Museum geschieht, auch dieser Institution unmittelbar zugerechnet wird. Die Veranstaltung hat deshalb nicht zuletzt die Aufgabe, die Kulturstiftung als eigenständige Kraft in der Öffentlichkeit bekannter zu machen“, betonte Professor Fischer.

Die Veranstaltung am Stiftungstag umfasste neben dem informativen Pressegespräch auch Spezialführungen durch die Dauerausstellung des Westpreußischen Landesmuseums. Es handelte sich um die Schwerpunkte „Westpreußen in acht Objekten“ von Professor Dr. Erik Fischer und „Geheimnisvolles Westpreußen: Acht Fragen, auf die wir keine Antworten wissen“ von Alexander Kleinschrodt. Eine Buchvorstellung mit anschließender Führung unter dem Motto „Silberschmiedearbeiten im unteren Weichselland“ von Dr. Jutta Reisinger-Weber rundete das Programm ab.
An Informationsständen präsentierten sich u. a. das Museum der Partnerstiftung in Krockow/Krokowa (bei Danzig) und die neu gestaltete Monatszeitschrift „Der Westpreuße“.

D. G. (KK)

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