Stiftung deutscher Kultur im Östlichen Europa - OKR
Kulturportal Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen

Ausgaben: Ausgabe 1375.

Bücher, Medien, Veranstaltungen

Wie sich Donau und Karpaten reimen

Das IKGS München schreibt den „Spiegelungen“-Literaturpreis für Lyrik aus

Das Institut für deutsche Kultur und Geschichte an der Ludwig-Maximilians-Universität München (IKGS) schreibt für das Jahr 2017 den ersten „Spiegelungen“-Literaturpreis für Lyrik aus. Neben einem mit 1500 Euro dotierten Hauptpreis wird ein Publikumspreis in Höhe von 750 Euro ausgelobt. Gefördert wird der Preis von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages.

Pro Einsendung können maximal fünf bislang unveröffentlichte (gilt für Print und Online) deutschsprachige Gedichte eingereicht werden. Eine Kurzvita ist beizufügen. Der Wunsch einer Teilnahme am Publikumspreis muss ausdrücklich ausgesprochen werden. Die eingereichten Texte werden zugunsten einer Publikumsabstimmung online und/oder gedruckt veröffentlicht.

Die „Spiegelungen. Zeitschrift für deutsche Kultur und Geschichte Südosteuropas“ beschäftigen sich in wissenschaftlichen, feuilletonistischen und literarischen Beiträgen mit dem Donau-Karpaten-Raum und dessen Wechselwirkungen mit deutschen bzw. mitteleuropäischen Kultureinflüssen, besonders in historischer, sprachlicher und kultureller Hinsicht. Der Abbildung deutschsprachiger Literatur dieses Raumes oder jener Literatur, die sich diesem Kosmos thematisch zuwendet, gilt seit vielen Jahren ein besonderes Interesse, greift sie doch der wissenschaftlichen Analyse nicht selten voraus, hinterfragt oder zeigt sich als Sprachzeugnis einer Zeitspanne, einer bestimmten Alltagswelt oder gar einer Kunstepoche. Gerade die Lyrik in ihrem eigenwilligen Form- und Konventionsverhalten hat in vielen Ländern Mittel- und Südosteuropas mit ihrem besonderen Blick auf die Welt Grenzen vorab getestet und verschoben. Manchmal war sie ideologisch motiviert, war zweckorientiert angepasst oder wurde von Machthabern instrumentalisiert. Oft aber war die lyrische Sprache, mit all ihren spezifischen Codes, Idiomen und Formversuchen, gleichsam ein Testballon der Freiheit und des offenen Diskurses.

Viele Beiträge in den „Spiegelungen“, auch die literarischen, thematisieren Migrations- und Umbruchstopoi, Grenz- und Zeitverschiebungen. Die Ausschreibenden möchten keine thematischen Vorgaben machen, wünschen sich aber lyrische Spiegelungen und Querverbindungen – ob bio-, topo- oder orthografisch motiviert – zum Donau-Karpaten-Raum oder allgemeiner: zum Ineinanderwirken verschiedener kultureller Traditionen. Schließlich: Das Gedicht als Ort des Kultur- und Traditionsbewusstseins, der Gedankenfreiheit, der kühnen Assoziation und des Experiments soll hochgehalten werden.

Mit der Einreichung erkennen die Autorinnen und Autoren die Teilnahmebedingungen an: Die Beiträge müssen von ihnen selbst verfasst sein (kollektive Werke müssen als solche gekennzeichnet sein) und dürfen vorab in keiner anderen Form publiziert worden sein. Mit ihrer Einsendung erklären sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer bereit, ihre Texte im Rahmen einer etwaigen Preisverleihung selbst zu lesen und stimmen einem unentgeltlichen Abdruck ihrer Texte in einem vom IKGS zu bestimmenden Medium zu. Es erfolgen keine Eingangsbestätigungen oder Rücksendungen. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der „Spiegelungen“ und des IKGS sind nicht teilnahmeberechtigt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Einsendungen bis zum 15. Februar 2017 per Mail (PDF) an spiegelungen-literaturpreis@ikgs.de oder auf dem Postweg an das Institut für deutsche Kultur und Geschichte Südosteuropas (IKGS) an der LMU München, Kennwort: Spiegelungen-Literaturpreis, Halskestraße 15, D-81379 München.

(KK)

«

»