Stiftung deutscher Kultur im Östlichen Europa - OKR
Kulturportal Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen

Ausgaben: Ausgabe 1320.

Das sichtbare Fluchtgepäck

Die Bundesstiftung Flucht, Vertreibung, Versöhnung auf der 7. Berlin Biennale

Die Bundesstiftung Flucht, Vertreibung, Versöhnung zeigt in Zusammenarbeit und im Rahmen der 7. Berlin Biennale für zeitgenössische Kunst bis zum 1. Juli 2012 im Deutschlandhaus die Ergebnisse eines Sammlungsaufrufs, der sich an Betroffene von Flucht, Vertreibung und Zwangsmigration sowie deren Nachfahren in Deutschland und Europa wandte: Persönliche Erinnerungsstücke an Flucht, Vertreibung und Heimatverlust sollten eingesandt werden.

Unter dem Titel „Stück für Stück erinnern“ werden jetzt etwa hundert Objekte gezeigt, die der Stiftung dauerhaft zur Verfügung gestellt wurden. Fluchtgepäck und Transportmittel, Fotografien und Tagebücher, schriftliche Aufzeichnungen und spätere Verarbeitungsformen erzählen von rund dreißig Familienschicksalen.

Die Zusammenarbeit der Biennale und der Stiftung ist ein Beitrag zu einem der zentralen Themen dieser Biennale: Politiken und Kulturen der Erinnerung. Die Bundesstiftung Flucht, Vertreibung, Versöhnung wendet sich mit dieser Kooperation an eine internationale Öffentlichkeit, um ihre Themen näher zu bringen und das künftige Ausstellungs- und Dokumentationszentrum im Deutschlandhaus schon heute bekannter zu machen. Für die geplante Dauerausstellung sollen weitere thematisch und regional ausgerichtete Sammlungsaufrufe folgen.

Bei der Präsentation der Objekte handelt es sich um die letzte Veranstaltung im Deutschlandhaus vor dem für 2013 geplanten Beginn der Umbauarbeiten. In einigen Jahren soll das Deutschlandhaus als Ausstellungs-, Dokumentations- und Informationszentrum der Stiftung neu eröffnet werden.

(KK)

«

»