Stiftung deutscher Kultur im Östlichen Europa - OKR
Kulturportal Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen

Ausgaben: Ausgabe 1355.

Der Krieg ist mitnichten der Vater aller Dinge

Die Einrichtungen mit Ostblick zeigen ihn – aber eben auch viele andere und viele schöne Dinge

Der-Krieg-ist-1Oberschlesisches Landesmuseum Ratingen: „Heimat. Front.“

Am 10. Mai eröffnet das Oberschlesische Landesmuseum von Ratingen-Hösel mit einem Vortrag des Justizministers des Landes Nordrhein-Westfalen, Thomas Kutschaty, die neue Sonderausstellung „Heimat. Front. Oberschlesien und der Erste Weltkrieg“. Das Jahr 2015 ist dafür geeignet, die Kriegsrealität in allen Lebensbereichen zu betrachten. Der Glaube an einen kurzen Krieg von 1914 war mit Jahresanfang 1915 verflogen. Was nun folgte, wird in der Ausstellung in Ratingen mit einem exemplarischen Eingehen auf die preußische Provinz im Osten behandelt. Die Sonderausstellung zeigt anhand von Dokumenten, Fotografien und Objekten unterschiedliche Facetten des „Großen Krieges“ auf.

Am 17. Mai, dem Internationalen Museumstag, wird in Ratingen die neue Sonderausstellung unter dem Titel „Die Bändigung der Oder“ eröffnet. Die Präsentation basiert auf historischen Fotografien, die das Museum des Oppelner Schlesien bereits unter dem Motto „Bändigung“ zeigte, sowie auf Aufnahmen aus der Sammlung des Architekturmuseums der Technischen Universität in Berlin. Die Bilder entstanden während der Regulierungsarbeiten der oberen Oder zwischen Cosel und der Neiße-Mündung in den Jahren 1892–1893 und dokumentieren fast alle in dieser Zeit errichteten Staustufen. Das OSLM ergänzt die Schau durch Exponate aus dem Museum der Deutschen Binnenschifffahrt in Duisburg sowie durch eigene Objekte.

Auch im Programm des Düsseldorfer Gerhart-Hauptmann-Hauses findet sich das Thema des Ersten Weltkrieges: Am 11. Mai hält Dr. Wolfgang Kessler einen Vortrag mit dem Titel „Der Erste Weltkrieg in den Teilungsgebieten Polens“. Es geht dabei vorrangig um Kriegshandlungen in den Teilungsgebieten Polens, die bis zum Ende des Ersten Weltkrieges zum Deutschen Reich, zum russischen Zarenreich und zum Habsburgischen Reich gehörten.

Haus Schlesien Königswinter: Preußen am Rhein

Bis zum 7. Juni sind im Haus Schlesien von Königswinter-Heisterbacherrott „Schlesische Porzellane des Art déco“ zu sehen.

Das Thema „200 Jahre Preußen am Rhein“ nehmen der Rheinische Verein für Denkmalpflege und Landschaftsschutz sowie seine Kooperationspartner zum Anlass, am 29. und 30. Mai die gemeinsame Tagung „Das Rheinland – Preußens unbequeme Provinz“ abzuhalten. Im Rahmen seiner engen Kooperation mit den Kulturpartnern der Region ist Haus Schlesien Initiator und Austragungsort für die Auftaktveranstaltung zu den Aktivitäten in Königswinter, die unter dem Motto „Preußensommer im Siebengebirge“ laufen. Am 30. Mai ist in Kooperation mit der VHS Siebengebirge unter Leitung von Dr. Inge Steinsträßer eine „Kulturwanderung auf preußischen Spuren im Siebengebirge“ geplant.

Pommersches Landesmuseum Greifswald: Faszination Ostsee

Im Pommerschen Landesmuseum von Greifswald ist bis zum 28. Juni 2015 die Kunstausstellung „Zwei Männer – Ein Meer. Pechstein und Schmidt-Rottluff an der Ostsee“ zu besichtigen. Die beiden wichtigsten Vertreter des deutschen Expressionismus, Max Pechstein und Karl Schmidt-Rottluff, reisten in jedem Sommer an die Ostsee und verbrachten dort an der Küste unbeschwerte Tage konzentrierten Schaffens. In der vor 110 Jahren gegründeten Künstlergruppe Die Brücke trafen sie sich und zerstritten sich auch. Inspiriert von der Landschaft der Kurischen Nehrung entstanden ausdrucksstarke Werke, von denen über 100 in der Ausstellung zu sehen sind. Die Präsentation ist in Kooperation mit dem Brücke-Museum Berlin und der Max Pechstein-Urheberrechtsgemeinschaft erstellt worden. Ein umfangreiches Rahmenprogramm begleitet die Ausstellung.

Der-Krieg-ist-2Der 66. Sudetendeutsche Tag Augsburg: Menschenrechte ohne Grenzen

Am 23. und 24. Mai ist die Kongresshalle Augsburg Treffpunkt des 66. Sudetendeutschen Tags. Mit einem umfangreichen Kulturprogramm unter dem Motto „Menschenrechte ohne Grenzen“ will die Sudetendeutsche Landsmannschaft dazu beitragen, dass die heutigen und künftigen Generationen lernen, im Sinne eines „Nie wieder!“ gegen Terror und Gewalt aufzutreten und sich für das Recht auf die Heimat, das Selbstbestimmungs- und Volksgruppenrecht sowie für alle universalen Menschenrechte einzusetzen.

Haus des Deutschen Ostens München: Mitgenommen. Verlorene Heimat in den Dingen

Anlässlich des Beginns von Flucht, Vertreibung und Deportation vor 70 Jahren zeigt das Haus des Deutschen Ostens in München die neue Ausstellung „Mitgenommen: Verlorene Heimat in Dingen“. Die Schau wird am 11. Juni 2015 eröffnet und steht unter der Schirmherrschaft von Emilia Müller, bayerische Staatsministerin für Arbeit und Soziales, Familie und Integration.

Neben Führungen werden Begleitveranstaltungen wie etwa ein Zeitzeugengespräch mit Dr. Peter Becher und Prof. Dr. Eduard Hlawitschka sowie ein thematischer Vortrag angeboten.

Dieter Göllner (KK)

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