Stiftung deutscher Kultur im Östlichen Europa - OKR
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Ausgaben: Ausgabe 1362.

Es tut not, die Not von einst zu zeigen

Kriegsende und Neubeginn in Görlitz und Zgorzelec im Schlesischen Museum zu Görlitz

Das Schlesische Museum zu Görlitz hat am 20. November die neue Sonderausstellung „Die große Not. Erinnerung an das Kriegsende 1945 und den Neubeginn in Görlitz und Zgorzelec“ eröffnet. Das Projekt ist durch das Mitwirken vieler Privatpersonen sowie Görlitzer Vereine und Institutionen zustande gekommen. Die Museumsmitarbeiterin Dr. Martina Pietsch hat gemeinsam mit etwa 40 Leihgebern die Geschichte der zahlreichen eingesandten Objekte erkundet und die Erinnerungen der Menschen dokumentiert. Die Ausstellung ist bis zum 24. Juli 2016 im Schlesischen Museum zu sehen. Geplant ist eine umfangreiche Internetpräsentation von Leihgaben und ihren Geschichten.S14--Madonna-aus-Expo-Die-grosse-Not

Die Vortragsreihe „Die große Not. Das Kriegsende 1945 und der Neubeginn in Görlitz und Zgorzelec“ wird am 4. Dezember im Dom Kultury jenseits der Oder fortgesetzt. Piotr Arcimowicz, Leiter des Muzeum Łuzyckie (Lausitzmuseum) in Zgorzelec, spricht über die Entstehung der polnischen Halb- und Grenzstadt nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges.

Am 7. Dezember veranstaltet der Verein der Freunde und Förderer des Schlesischen Museums zu Görlitz – Landesmuseum Schlesien e. V. eine Gedenkstunde unter dem Motto „Erinnerungen an Herbert Hupka“. Am 15. August 2015 wäre Herbert Hupka 100 Jahre alt geworden. In Görlitz nahm er vor seinem Tod im August 2006 letztmalig an einer großen öffentlichen Veranstaltung teil, nämlich an der Eröffnung des Schlesischen Museums im Mai. Im Rahmen einer Gesprächsrunde soll dieses 100. Geburtstages gedacht werden. Dr. Jörg Bernhard Bilke, Alfred Theisen, Dr. Markus Bauer und Dr. Klaus Schneider sprechen über ihre Begegnungen mit Herbert Hupka. Dabei wird dieser als Privatmensch sowie in Ausübung seiner Ämter als Vorsitzender der Landsmannschaft Schlesien, Präsident des Ostdeutschen Kulturrats, Mitglied im Stiftungsrat der Stiftung Schlesisches Museum zu Görlitz und zuletzt noch Mitglied im Vorstand des Vereins der Freunde und Förderer vorgestellt.

Am 12. Dezember spricht Dipl.-Ing. Uwe Hessel vom Wimad e. V. Dresden in der Reihe „Kaffee & Kultur – natürlich schlesisch“ über „Süße Geschichten aus Görlitz und der Oberlausitz. Von Fabriken für Schokolade, Liebesperlen und Schokobecher“. Vorgestellt werden u. a. die bekanntesten Firmen in Görlitz und der Oberlausitz wie Mattke & Sydow, Hoinkis oder Kosa.

(KK)

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