Stiftung deutscher Kultur im Östlichen Europa - OKR
Kulturportal Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen

Ausgaben: Ausgabe 1264.

Europäisches Wunschparadigma

Westpreußen-Kongreß zur Hanse in Münster

Für die Mitglieder der Bundesversammlung sowie die Mitarbeiter in den Heimatkreisen, Landes-, Kreis- und Ortsgruppen, Vertreter der deutschen Volksgruppe aus dem Heimatland Westpreußen und weitere Interessenten wurde der Westpreußen-Kongreß im Landeshaus zu Münster veranstaltet.

Nach der Begrüßung durch den Bundesvorsitzenden Siegfried Sieg führte Bundeskulturreferent Reinhard M. W. Hanke, der den Kongreß vorbereitet hatte, in die Thematik ein: „Von der Hanse zur europäischen Union: Das untere Weichselland als Wirtschaftsraum“. Anschließend sprach der Historiker Dr. Roland Gehrke, Stuttgart, über „Die Hanse und Polen“. Prof. Dr. Horst Wernicke, Greifswald, referierte über „Die preußischen Städte der Hanse: Danzig, Elbing, Kulm und Thorn“. Hans-Jürgen Schuch, Münster, erläuterte „Deutsche grenzüberschreitende Arbeit im unteren Weichselland mit und ohne Partnerschaftsurkunden“. Der Vortrag von Prof. Dr. Bernhart Jähnig, Berlin, beleuchtete „Die Vorgeschichte der Gründung von Königsberg/Pr. im Umfeld der hansischen Geschichte“. Prof. Dr. Ekkehard Buchhofer, Marburg/Kiel, beschäftigte sich mit „Polen in der EU: die Bedeutung der EU-Mitgliedschaft für das untere Weichselland als Wirtschaftsraum“. Bei den anschließenden Diskussionen hatten die Teilnehmer Gelegenheit, Fragen zu den Vorträgen zu stellen und eigene Ergänzungen vorzutragen.

Im Westpreußischen Landesmuseum im Drostenhof zu Münster-Wolbeck wurde den Kongreßteilnehmern aus Deutschland, Polen und Kanada die Sonderausstellung „Mythos und Hanse“ vorgestellt. Hier hatten sich verschiedene Künstler aus heutiger Sicht und mit jeweils eigener Technik dem Thema angenähert.

Martin Holland, Münster, führte im Anschluß an den Kongreß auf den Spuren der  „alten“ und der „modernen“ Hanse durch die Innenstadt von Münster.

Heidrun Ratza-Potrykus (KK)

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