Stiftung deutscher Kultur im Östlichen Europa - OKR
Kulturportal Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen

Ausgaben: Ausgabe 1266.

Gegen „staatliche“ Publizistik

Renovabis und das evangelische Hilfswerk „Hoffnung für Osteuropa“ verliehen erstmals gemeinsam den „Journalistenpreis Osteuropa 2008“. Ausgezeichnet wurden im Münchner Presseclub drei junge Journalistinnen aus Ungarn, Polen und Bosnien-Herzegowina. Wie der Geschäftsführer von Renovabis, Pater Dietger Demuth C. Ss. R, in seiner Begrüßung ausführte, wurde aus dem 1993 von der Deutschen Bischofskonferenz gestifteten Preis nun eine ökumenische Auszeichnung, die Journalisten in Ostmitteleuropa ermutigen soll, im Dienst von Demokratie und Zivilgesellschaft zu arbeiten. Die Direktorin von „Hoffnung für Osteuropa“, Pfarrerin Cornelia Füllkrug-Weitzel, nannte die mit 2000 und 1000 Euro prämierten journalistischen Arbeiten Leuchttürme auf dem Weg zu einem freien Journalismus und warnte vor einer sich in Moskau wieder breitmachenden staatlichen Publizistik.

Gabriella Valaczkay erhielt den ersten Preis für ihren im Magazin „Marie Claire“ abgedruckten Beitrag über die Betreuung Obdachloser in Budapest. Die Polin Zuzanna Krzysztofik beschäftigte sich im Newsletter MOE-Kultur mit dem Schicksal der Krimtataren, und Eldina Pleho aus Sarajewo hat für Zeitungen in Bosnien-Herzegowina auf die wegen mangelnder Kontrolle vergeudeten Hilfsgelder der EU hingewiesen.

Norbert Matern (KK)

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