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Ausgaben: Ausgabe 1341.

Große Themen für kleine Leute

„Max und Moritz“ im Oberschlesischen Landesmuseum

Große-ThemenDas Lernen an einem außerschulischen Lernort, wie einem Museum, macht besonders viel Spaß. Es ist etwas Neues, es wirkt anregend, motivierend und ist kreativ“, betonte Harald Birkenkamp, Bürgermeister der Stadt Ratingen, bei der Eröffnung der neuen Sonderausstellung „Max und Moritz. Neue Streiche im Museum“. Somit wurde die Vorbildfunktion des Oberschlesischen Landesmuseums (OSLM) auf dem Gebiet der Pädagogik einmal mehr hervorgehoben.

Das aktuelle Projekt „Mit Max und Moritz das Museum kennenlernen“ wurde vom OSLM in Zusammenarbeit mit der Wilhelm-Busch-Grundschule in Ratingen-Hösel realisiert. Die Schülerinnen und Schüler sollten sich sowohl mit dem Namensgeber ihrer Schule als auch mit dem Museum und nicht zuletzt mit den bekannten Lausbuben-Figuren auseinandersetzen.

Und das taten mehr als 300 Kinder, die sich übrigens auch aktiv an der Vorbereitung der neuen Sonderschau beteiligten. Da zugleich mit der Ausstellungseröffnung auch die Preisverleihung für die Sieger des Wettbewerbs stattfand, freute sich das Museumsteam über ein volles Haus. Dr. Susanne Peters-Schildgen und Eliška Hegenscheidt-Nozdrovická betreuten das Kooperationsprojekt und stellten bei der Vernissage die Schwerpunkte, Objekte und Installationen des künstlerisch-kreativen Wettbewerbs vor. Wilhelm Busch, ein Ur-Ur-Großneffe des berühmten Zeichners und Dichters, trug einige Streiche von Max und Moritz mit musikalischer Untermalung vor.

Die Sonderschau ist in Ratingen-Hösel bis zum 16. März 2014 zu besichtigen. Die Zusammenarbeit des OSLM mit der Wilhelm-Busch-Grundschule in Hösel ist in einem Kooperationsabkommen konkretisiert, das im Jahre 2013 erweitert wurde. Grundlage der erfolgreichen Arbeit ist die Landesinitiative „Bildungspartner NRW – Museum und Schule“.

Dem Bereich der Museumspädagogik wird im OSLM große Aufmerksamkeit geschenkt. Neben altersgerecht strukturierten Programmen in Anlehnung an die Dauerausstellung des Hauses werden regelmäßig Aktivitäten angeboten, die zu den thematischen Wechselausstellungen passen. Ziel ist die inhaltliche Vermittlung der facettenreichen Geschichte Oberschlesiens von den Anfängen bis zur Gegenwart.Kreativität ist auch bei dem Begleitangebot zur Sonderschau „Ei-Faszination. Ostereier und Osterbräuche“ (geöffnet vom 23. März bis zum 4. Mai) gefragt.

Weitere museumspädagogische Aktivitäten begleiten die große Sonderausstellung „Fahren, Gleiten, Rollen. Mobil sein im Wandel der Zeit“. So etwa heißt es am 15. April für Kinder ab dem Grundschulalter: „Hurra! Hurra! Die Post ist da! Von der Brieftaube bis zur SMS“ und am 24. Mai „Höher, schneller, weiter. Von der Kutsche bis zum Flugzeug“.

Die unterschiedlichen Programme enthalten in der Regel eine Führung durch die Sonderschau sowie einen praktischen Teil. Sie eignen sich für den Schulunterricht, u. a. für die Fächer Kunst, Geschichte, Erdkunde, Literatur, Politik und Sozialwissenschaft. Die jeweiligen Inhalte können in Absprache mit den Lehrern auf spezielle Lerninhalte abgestimmt werden.

Dieter Göllner (KK)

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