Stiftung deutscher Kultur im Östlichen Europa - OKR
Kulturportal Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen

Ausgaben: Ausgabe 1267.

In der Erbfolge der Hedwig Courths-Mahler: Lia Avé-Klajman

In München verstarb vor kurzem die Journalistin Lia Avé-Klajman an einem Herzleiden. Seit Jahren an den Rollstuhl gefesselt, hatte sie doch bis ins 86. Lebensjahr wachen Geistes am kulturellen Geschehen teilgenommen. Obwohl Kind einer jüdischen Familie, hatte sie in Mährisch Ostrau unbehelligt die Schule besuchen können und war 1945 mit ihrer Mutter nach Bayern vertrieben worden.

Die große Villa, in der die beiden Aufnahme fanden, gehörte der vielgelesenen Hedwig Courths-Mahler, und das bestimmte auch den Lebensweg der jungen Lia. Ihre Interviews mit schwer zugänglichen Persönlichkeiten von O. W. Fischer bis zum Schah Resa Pahlewi, ihre vertrauensvolle Verbindung mit beliebten Schauspielerinnen wie Kristina Söderbaum oder Brigitte Horney schufen ihr ein Millionenpublikum von Zeitschriftenlesern.

Ihren Dank an die erste Gönnerin stattete sie mit der einzigen Biographie der Hedwig Courths-Mahler ab.

H. Sch. (KK)

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