Stiftung deutscher Kultur im Östlichen Europa - OKR
Kulturportal Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen

Ausgaben: Ausgabe 1268.

In Schlesien war es wie sonstwo, aber es war in Schlesien

Das Buch, knapp 560 Seiten umfassend, ist übersichtlich gegliedert und fast durchgehend mit Bildmaterial versehen (Fotos, Lagepläne, Zeichnungen, Kartenausschnitte u. a.). Der Buchtext ist in kurze, in sich geschlossene Abschnitte unterteilt, denen zur schnellen Einordnung in die Gesamtgeschichte oft eine Zeitangabe beigefügt ist.

Dargestellt sind – immer mit Bezügen zu Schlesien – die historischen Abläufe von der Zeit vor Beginn der Völkerwanderung bis an den Anfang des 21. Jahrhunderts. Dabei sind die folgenschweren Ereignisse und Maßnahmen nach Kriegsende 1945 nicht ausgeklammert. Wirtschaftliche Entwicklungen, wissenschaftliche Leistungen, technische Errungenschaften und dadurch ausgelöste Umbrüche, soziale Nöte und Fortschritte spielen wie überall auch in Schlesien eine lebensbestimmende Rolle, werfen gesell-
schaftliche Probleme auf.

Betrachtungen zur kulturgeschichtlichen Entfaltung Schlesiens, zu ihrer Ausstrahlung auf den gesamtdeutschen und europäischen Raum spielen eine wichtige Rolle. Das Wirken von Literaten, Malern, Musikern, Bildhauern und Architekten, auch Philosophen, wird angesprochen. Selbstverständlich haben landes- und ortskundliche Beschreibungen und die Wiedergabe von Begebenheiten ihren gebührenden Platz im Buch. Sitten und Gebräuche, Wesenszüge und die Mundart der Schlesier werden beleuchtet.
Der schlesische Pädagoge und Schriftsteller Fedor Sommer, 1864 bis 1930, hat sich in seinem Werk sehr sachkundig mit verschiedenen Themen befaßt. Besonders einfühlsam hat er sich mit bedrückenden Verhältnissen und menschlichen Schicksalen beschäftigt. Er hat Zeit- und Charakterbilder von bleibendem Wert geschaffen.

Als Orientierungshilfe stehen dem Leser am Ende des Buches Inhalts-, Namens- und Ortsverzeichnis zur Verfügung.

(KK)

Siegfried Alexander Scholz: Zeiten und Menschen – Schlesien und Fedor Sommer. Bestellung über: Verlag Hohenfriedeberg, Vor dem Kamphof  40, 49201 Dissen a. T. W., Telefon 05421 / 1579, 32 Euro zuzüglich Porto

«

»