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Ausgaben: Ausgabe 1344.

Kardinaltugend

Der emeritierte Erzbischof von Köln macht sich auch um die Breslauer Sammlung seiner zweiten Heimatstadt verdient

Sein Gesuch um Entbindung von den Pflichten als Erzbischof von Köln hat Papst Franziskus vor wenigen Wochen angenommen. Aus Altersgründen erklärte Kardinal Meisner seinen Rücktritt vom Amt des Erzbischofs von Köln. Wie der lokalen und überregionalen Presse in Deutschland zu entnehmen war, steht damit auch ein Umzug aus dem Erzbischöflichen Haus in eine andere Wohnung in Köln an. Die damit einhergehende Verkleinerung des Hausstands veranlasste den gebürtigen Breslauer Kardinal Meisner, die Breslauer Sammlung Köln mit einer großzügigen Sachspende zu überraschen.

Insgesamt 14 Gemälde und Stiche sowie einige Bücher erhielt das Breslauer Museum in Köln aus dem persönlichen Fundus des nunmehr emeritierten Erzbischofs von Köln. Darunter befinden sich Landkarten Schlesiens aus der Zeit um 1750, ein Gemälde des Matthiasgymnasiums ebenso wie eine Serie von Ansichten des Breslauer Rings aus der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts.

Die Verbindung zwischen dem zweifelsohne bekanntesten lebenden Breslauer und der Bundesvereinigung der Breslauer e. V. sowie der Breslauer Sammlung Köln ist über die Jahre hinweg gewachsen und vertieft worden. Der langjährige Vorsitzende und jetzige Ehrenvorsitzende der Bundesvereinigung, der ebenfalls in Breslau geborene Hubert Wolff, trug durch seine Kontaktpflege zum bisherigen Kölner Erzbischof wesentlich dazu bei, dass Kardinal Meisner sich bei den Kölner Breslauern wie ,,derrheeme“ fühlen konnte. Mehrere gegenseitige Besuche und die Verleihung der Karl-von-Holtei-Medaille in Silber an Kardinal Meisner haben in den zurückliegenden zwei Jahren der beiderseitigen Wertschätzung Ausdruck verliehen.

Besonders freut es Stephan Krüger, den seit Oktober 2013 im Amt befindlichen neuen Vorsitzenden der Bundesvereinigung, dass Kardinal Meisner schon jetzt ankündigte, die Zeit im Ruhestand auch für weitere Besuche der Breslauer Sammlung zu nutzen. Die Bundesvereinigung und die Breslauer Sammlung freuen sich auf ihren Landsmann und hoffen, dass er sich wie schon zuvor bei ihnen so fühlen möge, dass er sagen kann: ,,Derrheeme is halt derrheeme.“

(www.breslauer-sammlung.de – KK)

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