Stiftung deutscher Kultur im Östlichen Europa - OKR
Kulturportal Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen

Ausgaben: Ausgabe 1221.

Kulturellness

Die Bildungsstätte Heiligenhof in Kissingen bietet die reizvolle Möglichkeit, zeitgeschichtliche Diskussionen mit Behaglichkeit zu verbinden

Nach dem großen Erfolg der ersten landsmannschaftlich übergreifenden Tagung (fast) aller rumäniendeutschen Gruppen aus dem Banat, der Bukowina, Bessarabien, Siebenbürgen und dem rumänischen Altreich mit rund 60 Teilnehmern in Bad Kissingen in der Bildungs- und Begegnungsstätte Heiligenhof Anfang März wurde der einmütige Wunsch geäußert, daß dieses Seminar eine Fortsetzung erfährt.

Durch einen glücklichen Zufall ist es möglich geworden, schon bald ein weiteres Seminar anzubieten. Dieses Folgeseminar wird zur schönsten Jahreszeit, wenn die berühmte Blumenpracht in „Deutschlands blühendster Stadt“ voll entfaltet ist, vom 18. bis zum 23. Juni, stattfinden.

Im Unterschied zum Frühjahrsseminar soll es mehr Gelegenheit zu Freizeit und sogar Wellness geben. Ein Seminarprogramm (Vorträge, Filme, Musizieren…) wird jeweils vormittags von 9 bis 12 Uhr und abends von 19 bis 21 Uhr angeboten. Die Nachmittage werden mit gemeinsamen Besuchen in der benachbarten Therme, Spaziergängen, einer Rhönrundfahrt mit Besuch von Schloß Aschach mit unterfränkischem Schul- und Volkskundemuseum etc. verbracht. Es besteht die Möglichkeit, auch individuell die Kur- und Badeeinrichtungen zu nutzen und so diegeistigen Eindrücke in Ruhe zu festigen. Als Referenten zu diesem Seminar sind angefragt worden bzw. haben ihre Teilnahme bereits zugesagt: Gudrun Schuster, ehemals Gymnasiallehrerin, mit dem Thema „Schule und Ideologie im Kommunismus“; Hannes Schuster, ehemals Redakteur der Kronstädter „Karpatenrundschau“: „Zwänge und Freiheiten im journalistischen Alltag im sozialistischen Rumänien“; Hans Fink, ehemals Redakteur des Bukarester „Neuen Wegs“: „Der politische Witz in der Diktatur“; Dr. des. Cornelia Schlarb, Historikerin und Theologin: „Die Bessarabiendeutschen in der Zwischenkriegszeit“; Peter Krier: „Kurzer Abriß der Geschichte der Banater Schwaben“; Günter Czernetzky, Dokumentarfilmregisseur; Hanni Markel, Volkskundlerin, Michael Markel, Hochschullehrer, u.a.

Außerdem besteht die Möglichkeit für alle Teilnehmer, das Seminarprogramm mit eigenen Beiträgen zu erweitern und zu bereichern. Die Vorträge werden ergänzt durch aktuelle oder historische Filme – etwa alte rumänische Wochenschauen – über die einzelnen Siedlergruppen und Lesungen aus den Werken von Autoren aus den entsprechenden Regionen.

Die fünftägige Seminarwoche kostet 200 Euro einschließlich Unterkunft und Verpflegung, zuzüglich Kurtaxe (8,50 Euro), Einzelzimmerzuschlag (10 Euro) sowie Eintritte und Exkursionen. Eingeladen sind Angehörige der „Erlebnisgeneration“, interessierte Landsleute, die über den Tellerrand der
eigenen Volksgruppe etwas hinausschauen wollen, offene Gruppen, die ein paar anregende Tage in angenehmer Atmosphäre und schöner Umgebung bei guter böhmischer Kost verbringen wollen.

Bad Kissingen liegt im Dreiländereck Bayern, Thüringen und Hessen am Fuße der Rhön in reizvoller Landschaft. Die Bildungs- und Begegnungsstätte Heiligenhof ist eine moderne, modern ausgestattete Einrichtung mit vielerlei zweckmäßigen Räumlichkeiten. Anfragen und Anmeldungen sind bis zum 10. Juni zu richten an Gustav Binder, Der Heiligenhof, Alte Euerdorfer Straße 1, 97688 Bad Kissingen, Telefon 0971/714714, E-Mail: studienleiter@heiligenhof.de.

(KK)

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