Stiftung deutscher Kultur im Östlichen Europa - OKR
Kulturportal Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen

Ausgaben: Ausgabe 1328.

Literatur und Kunst

Durch die Welt der Kunst geht nie ein Riss

Tut sich dieser doch in der Kunst selber auf: Sammlung Riese

Mit „Dialog über Grenzen“ stellt das Kunstforum die exklusive Sammlung des ehemaligen FAZ- und ARD-Journalisten Hans-Peter Riese vor. Die repräsentative Auswahl an Exponaten von Künstlern wie Klaus Staudt, Barbara Klemm, Günther Uecker, Eduard Steinberg, Grisha Bruskin oder Jan Kubícek und Zdenek Sýkora (siehe auch in unserem vorigen Heft S. 27) zeigt parallele Stilentwicklungen im Osten und Westen während des Kalten Krieges auf.

Während seiner Korrespondententätigkeit u. a. in Prag, Bonn, Moskau und Washington trug Hans-Peter Riese (geboren 1941) eine herausragende Sammlung von mehr als 300 Gemälden, Grafiken, Plastiken und Objekten zusammen. Diese Ausstellung zeigt eine repräsentative Auswahl des Bestandes, der sich schwerpunktmäßig auf die konzeptuelle und konstruktive Kunst sowie die Op-Art der 1960er und 1970er Jahre konzentriert. Darüber hinaus lassen sich auch Beispiele des Informel der 1950er Jahre und der neuen Figuration finden. Im Parcours durch die Ausstellung stellt sich immer wieder die bislang kaum beleuchtete Frage nach der Parallelität von Kunstentwicklungen im Osten und Westen.

Die Präsentation im Kunstforum Ostdeutsche Galerie Regensburg beschließt die Ausstellungstournee mit Stationen in Kutná Hora/Prag, Düren, Erfurt, Schloss Achberg, Landkreis Ravensburg, und Lübeck. Als Ergänzung zur 2008 gegründeten Michaela-Riese-Stiftung geht ein Teil der Sammlung im Anschluss an die Ausstellung als Stiftung in das Kunstforum Ostdeutsche Galerie über. Zur Tournee erschien 2011 ein Katalog im Wieland Verlag, Köln (19,80 Euro).

(KK)

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