Stiftung deutscher Kultur im Östlichen Europa - OKR
Kulturportal Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen

Ausgaben: Ausgabe 1306.

Literatur und Kunst

Riesiges Gebirge

Ihm stellten sich die Maler mit dem Mut der Gestaltung

Aus seiner umfangreichen Sammlung zeigt Haus Schlesien im Eichendorffsaal bis zum 25. April eine Auswahl von Grafiken und Gemälden, die dem sagenumwobenen Riesengebirge gewidmet sind.

Im 18. Jahrhundert haben immer mehr Künstler das Riesengebirge als Inspirationsquelle und beliebtes Motiv entdeckt. Zu den frühen Riesengebirgsmalern, die die ersten Panoramabilder mit der Schneekoppe schufen, gehören Carl Christoph Reinhardt (1738–1827), Christoph Friedrich Nathe (1753– 1806) und Anton Balzer (1771–1807). Später begaben sich Maler wie Caspar David Friedrich (1774–1840), Ludwig Richter (1803–1884), Adolf Dressler (1833–1881) und Theodor Bernhard Rudolf Blätterbauer (1823–1906) mit ihren Skizzenbüchern oder Staffeleien ins Gebirge und kreierten mitten in der Natur ihre Werke. Von Richter stammen topographisch korrekte Abbildungen der Riesengebirgslandschaft, die als volkstümliche Vorlagen für die Stahlstiche in der Publikation „Wanderungen durch das Riesengebirge und die Grafschaft Glatz“ dienten.

Carl Ernst Morgenstern (1847–1928), der 1884 die Landschaftsklasse an der Breslauer Kunst- und Gewerbeschule leitete, war einer der erfolgreichen Pleinair-Maler. Er fuhr oft mit seinen Schülern – unter ihnen waren viele später bekannte Riesengebirgsmaler – von Breslau aus ins Riesengebirge, um dort zu malen. Einige ehemalige Studenten Morgensterns schlossen sich der Schreiberhauer Vereinigung bildender Künstler St. Lukas an. Die Maler Alfred Nickisch, Hans Oberländer und Franz von Jackowski gründeten die Künstlervereinigung, die ihren Sitz bei der „Lukasmühle“ hatte.

(KK)

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