Stiftung deutscher Kultur im Östlichen Europa - OKR
Kulturportal Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen

Ausgaben: Ausgabe 1372.

Literatur und Kunst

Ungarn als Hoffnungsträger

Das war vor 60 Jahren, zeigt das Donauschwäbische Zentralmuseum

Unter dem Titel „Der Ungarn-Aufstand in der Literatur“ nimmt das Donauschwäbische Zentralmuseum in Ulm gleich zwei Veranstaltungen ins Programm, die den Budapester Ereignissen von 1956 gewidmet sind. Am 22. September gab es eine Autorenbegegnung, bei der das Buch „Das geheime Fotoalbum der Tante Ilona. Budapest 1956 und 2016“ der Autorin Gudrun Brzoska vorgestellt wurde.

Der Historiker Zsolt K. Lengyel, Direktor des Hungaricum – Ungarisches Institut der Universität Regensburg, geht der Frage nach: „Wie sind die dramatischen Ereignisse des niedergeschlagenen Aufstands bis heute literarisch verarbeitet worden?“. Lengyel führt damit in die Kabinettausstellung ein, die von Gudrun Brzoska als Leiterin der Ehinger Bibliothek Ungarische Literatur in deutscher Sprache zusammengestellt wurde.

60 Jahre nach ihrem Scheitern ist die ungarische Revolution Teil der europäischen Erinnerungskultur geworden. Nicht nur bei offiziellen Veranstaltungen wird der Ereignisse gedacht, sondern auch – oft auf subtile, vielschichtige Weise – in wissenschaftlichen, literarischen und feuilletonistischen Veröffentlichungen. Erstaunlich viele davon erschienen in deutscher Sprache. Die Kabinettausstellung lädt dazu ein, diese Werke zu entdecken und mehr über ihre Autorinnen und Autoren zu erfahren.

Die Ausstellung ist im DZM Ulm bis zum 6. November zu besichtigen.

(KK)

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