Stiftung deutscher Kultur im Östlichen Europa - OKR
Kulturportal Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen

Ausgaben: Ausgabe 1314.

Literatur und Kunst

In Porträts gibt sich der Porträtierende zu erkennen

Das zeigt auch Petra Flath in München

„Porträts aus Böhmen und Mähren“ heißt Petra Flaths neue Ausstellung in der Alfred-Kubin-Galerie im Sudetendeutschen Haus in der Münchner Hochstraße 8 (Adalbert Stifter Verein) eröffnet.

Die 59jährige in München lebende Fotografin wuchs in Waldkraiburg auf. Mit 20 Jahren hat sie die Fachklasse der Bayerischen Staatslehranstalt für Fotografie in München absolviert, war anschließend zwei Jahre in Basel, um sich an der Höheren Fachschule für Gestaltung in Grafik weiterzubilden, besuchte dann eine Meisterklasse an der Bayerischen Foto-Lehranstalt und ist seit 1976 freie Fotografin. Ihre Schwerpunkte sind Architektur, Industrie, Produkte.

Für ihre Schau im Münchner Sudetendeutschen Haus ist Petra Flath mit ihrer Kamera wenn nicht an ihrem Wirkungsort, dann in Prag, Brünn, Wien, Bonn und Düsseldorf fündig geworden. 54 Porträts nahm sie auf. Damit würdigt Flath Persönlichkeiten, die die vergangenen zwei Jahrzehnte der deutsch-tschechischen Beziehungen geprägt haben. Das sind Politiker wie Jiri Grusa oder Johann Böhm, Künstler wie Markus Lüpertz oder Ivan Steiger, Schriftsteller wie Hellmuth Karasek oder Barbara von Wulffen und Wissenschaftler, Heimatforscher und herausragende Geistliche wie Angelus Waldstein.

Bei der Vernissage führte Rainer Linke aus Bonn in die Porträt-Serie ein. Am 25. Oktober sprach Oldrich Stransky zum Thema „Es gibt keine Gerechtigkeit auf Erden“, am 22. November war Horst Teltschik Gast bei einem Podiumsgespräch. Sowohl Stransky als auch Teltschik zählen zu den von Flath porträtierten sudetendeutschen „Größen“.

Hans Gärtner (KK)

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