Stiftung deutscher Kultur im Östlichen Europa - OKR
Kulturportal Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen

Ausgaben: Ausgabe 1371.

Man sieht nur, was man weiß

Das wissen die Kultureinrichtungen ostdeutscher Observanz und zeigen, was alles zu wissen wäre

Haus Schlesien Königswinter-Heisterbacherrott

Im Haus Schlesien ist die Ausstellung „Breslau persönlich – Biografische Blicke auf seite_13_KK1371die Europäische Kulturhauptstadt 2016“ noch bis zum 11. September zu sehen. An diesem Tag findet die Finissage mit einem musikalischen Streifzug durch das Schaffen des Komponisten Edmund Nick (1891–1974) statt. Petra Kalkutschke und Kornelia Reinke präsentieren Lieder von Edmund Nick, der mit Fritz Ernst Bettauer, dem künstlerischen Leiter der Schlesischen Funkstunde, zusammengearbeitet hat. Das Radiospiel „Leben in dieser Zeit“ (1929) war übrigens die erste gemeinsame Kreation von Kästner und Nick. Im Konzert werden u. a. Vertonungen der Texte von Erich Kästner zu Gehör gebracht.

Die neue Sonderausstellung „Zu Hause und doch fremd“ wird am 25. September im Haus Schlesien eröffnet. Die Präsentation thematisiert die Auseinandersetzung der Vertriebenen mit der Vergangenheit und den Erinnerungen an Flucht und Vertreibung. Neben der Sicht der vertriebenen Deutschen wird auch die Situation der in Schlesien angesiedelten Polen betrachtet. Ergänzend wird aus dem Blickwinkel der aufnehmenden Bevölkerung in Westdeutschland berichtet.

Die zweisprachige deutsch-polnische Ausstellung ist ein gemeinsam mit dem Muzeum Powiatowe w Nysie, dem Muzeum Ceramiki w Bolesławcu, dem Muzeum Ziemi Lubuskiej w Zielonej Górze und dem Muzeum Regionalne w Srodzie Slaskiej erarbeitetes Projekt und verfolgt mit diesem binationalen Ansatz die Absicht, in Deutschland bzw. Polen die Sichtweise der jeweils anderen Nation zu verdeutlichen.

Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen Bonn

Am 20. und 21. Oktober 2016 findet die traditionelle staats- und völkerrechtliche seite_14_KK1371Fachtagung der Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen, Bonn, in Verbindung mit der Studiengruppe für Politik und Völkerrecht statt. Unter dem Motto „Der Erste Weltkrieg und seine Folgen für das Zusammenleben der Völker in Mittel- und Ostmitteleuropa“ wird im Haus Schlesien von Königswinter-Heisterbacherrott über das historische Ereignis referiert.

Anlass für die Veranstaltung ist die Tatsache, dass sich 2018 das Ende des Ersten Weltkriegs zum hundertsten Mal jährt. Dieser Krieg hat die Geschichte Europas und der Welt und insbesondere das Zusammenleben der Völker in Mittel- und Ostmitteleuropa im 20. Jahrhundert in entscheidendem Maße geprägt.
In den Jahren 2016, 2017 und 2018 widmen sich insgesamt drei internationale und interdisziplinäre Tagungen dem Thema. Referenten sind Wissenschaftler aus Deutschland, Litauen, Polen, Tschechien, Slowenien, Ungarn, Rumänien, der Türkei, Armenien sowie aus Taiwan und Chile.

Pommersches Landesmuseum Greifswald

„Kopenhagener Malerschule“ ist der Titel der neuen Ausstellung im Pommerschen Landesmuseum, die bis zum 27. November geöffnet ist. In der Kabinettschau sind Bilder und Studien aus der Nationalgalerie und der Sammlung Christoph Müller ausgestellt.

Oberschlesisches Landesmuseum Ratingen-Hösel

Die beiden Sonderschauen zu den Beuthener Persönlichkeiten Eva von Tiele-Winckler (1866–1930) und Heinrich Schulz-Beuthen (1838–1915) sind bis zum 6. November verlängert worden.

Die Ausstellung „Mutter Eva – Den Armen und Leidenden zur Hilfe“ stellt das Leben und Wirken der Tochter einer reichen Industriellenfamilie vor.

In der Ausstellung „Leben – Lebenswerk – Inspiration“ wird über das umfangreiche Schaffen des Komponisten Heinrich Schulz-Beuthen informiert, das über 130 Werke umfasst.

Wer die große Sonderschau des Oberschlesischen Landemuseums Ratingen „Für Leib und Seele. Von der Kultur des Essens und Trinkens“ noch nicht besichtigt hat, kann dies bis zum 16. Oktober 2016 nachholen.

(KK)

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