Stiftung deutscher Kultur im Östlichen Europa - OKR
Kulturportal Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen

Ausgaben: Ausgabe 1360.

Mitten im Heute

Das Oberschlesische Landesmuseum Ratingen und die CDU NRW bewahren Vergangenheit und beleben die Gegenwart

Oberschlesisches-Landesmuseum-RatingenMit einer Feierstunde, einer Diskussionsrunde und einem Empfang beging die CDU-Landtagsfraktion Nordrhein-Westfalen in der Stiftung Haus Oberschlesien von Ratingen-Hösel den Tag der Heimat 2015. Unter dem Motto „Vertreibungen sind Unrecht – gestern wie heute“ wurde die Veranstaltung zum Anlass genommen, historische Fakten in Erinnerung zu bringen sowie ein Zeichen der Versöhnung zu setzen und nicht zuletzt auch eine Mahnung gegen weltweites Unrecht von Vertreibung, Deportation, Willkür und Gewalt auszusprechen.

Seit dem Beginn des Zweiten Weltkrieges mit dem Überfall auf Polen am 1. September 1939 brachte das nationalsozialistische Regime unermessliches Leid über die Völker Europas. Viele Deutsche aus Ost-, Mittel- und Südosteuropa mussten auf besondere Weise büßen: Ab 1945 wurden sie aus ihren Heimatgebieten vertrieben. Sie zogen in Flüchtlingstrecks durch den eisigen Winter, oder sie wurden zur Zwangsarbeit in die Sowjetunion verschleppt. Das Schicksal dieser Menschen stand im Mittelpunkt des Gedenkens am Tag der Heimat. Nicht unerwähnt blieb, dass viele Vertriebene in Nordrhein-Westfalen eine neue Heimat gefunden und zum Aufbau des Landes beigetragen haben.

Die zahlreichen Gäste wurden von Armin Laschet MdL, dem Vorsitzenden der CDU-Landtagsfraktion Nordrhein-Westfalen, und Heiko Hendriks MdL, dem Vorsitzenden der Ost- und Mitteldeutschen Vereinigung der CDU Nordrhein-Westfalen, begrüßt. Die Festrede hielt der Präsident des Bundes der Vertriebenen (BdV), Dr. Bernd Fabritius MdB.

Armin Laschet bestritt mit Gästen eine Diskussionsrunde, die von Dr. Stephan Kaiser, Direktor des Oberschlesischen Landesmuseums, moderiert wurde. Zu den Teilnehmern gehörten die Schriftstellerin Monika Dahlhoff als Zeitzeugin von Flucht und Vertreibung, Alexander Kühl, NRW-Landesvorsitzender der Deutschen aus Russland, Düzen Tekkal, Journalistin und Filmemacherin jesidischer Herkunft, und Serap Güler MdL, integrationspolitische Sprecherin der CDU-Landtagsfraktion. Msgr. Dr. Alexander Hoffmann und Pfarrer Edgar L. Born sprachen Andachtsworte und Totenehrung. Das musikalisch von Elena Bär und Rada Pagodaewa begleitete Programm wurde mit einem Schlusswort von Werner Jostmeier MdL, dem Beauftragten der CDU-Landtagsfraktion für Heimatvertriebene und Spätaussiedler, abgerundet.

(KK)

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