Stiftung deutscher Kultur im Östlichen Europa - OKR
Kulturportal Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen

Ausgaben: Ausgabe 1297.

Museen als Orte des Diskurses über Vertreibung

Museen als Orte des Diskurses über Vertreibung

Die Medien dieser Welt verkünden es täglich: Millionen von Menschen befinden sich auf der Flucht oder werden vertrieben. Der High Commissioner for Refugees (Hochkommissar für Flüchtlinge) der Vereinten Nationen (UNHCR) spricht für 2008 von knapp 43 Millionen registrierten Flüchtlingen und Vertriebenen.

Wie vermitteln Museen mit zeithistorischer Ausrichtung die zugrundeliegenden Konflikte und ihre Auswirkungen? Im Spannungsfeld von Ursachen und Folgen von Flucht und Vertreibung, von Gewalt und Leid, von Integrationsleistung, politischer Instrumentalisierung und Identitätsbildung versuchen Museen aufzuklären. Sie bieten den Besuchenden Möglichkeiten, sich zu informieren, um Wissen und Verständnis zu mehren.

Das Internationale Symposium vom 16. bis zum 18. September im Deutschen Historischen Museum Berlin will Ausstellungen aus der jüngsten Vergangenheit und Planungen der Gegenwart vorstellen. Dabei soll der globale Charakter von Flucht, Vertreibung und Integration deutlich werden. Geschichtsmuseen sind zu Orten des Diskurses geworden. Die Tagung will sich anhand ausgewählter Beispiele der Frage stellen, ob und wie Aufklärung im Geiste der Versöhnung möglich ist.

(KK)

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