Stiftung deutscher Kultur im Östlichen Europa - OKR
Kulturportal Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen

Ausgaben: Ausgabe 1357.

Neustart nach 25 Jahren?

Anneli Ute Gabanyi versucht das aktuelle Rumänien zu enträtseln

Das Institut für deutsche Kultur und Geschichte Südosteuropas an der Ludwig-Maximilians-Universität München, in Zusammenarbeit mit dem Generalkonsulat von Rumänien in München und dem Kulturreferat des Verbandes der Siebenbürger Sachsen in Deutschland, laden ein zum öffentlichen Vortrag von Dr. Anneli Ute Gabanyi (Berlin) zum Thema „Präsidentschaftswahlen in Rumänien – Neustart nach fünfundzwanzig Jahren?“ am Montag, dem 29. Juni 2015, 18 Uhr, im Generalkonsulat von Rumänien, Richard-Strauß-Straße 149, 81679 München.

Am 2. November 2014 fanden in Rumänien zum siebenten Mal seit dem Sturz des kommunistischen Regimes Präsidentschaftswahlen statt. Nach einem ungewöhnlichen Wahlkampf und einem dramatischen Wahlverlauf siegte mit Klaus Johannis (55) überraschend ein Politiker, der nach seiner eigenen Einschätzung „atypisch“ für die politische Szene Rumäniens ist. Werdegang, Wertvorstellungen, Programmatik und politischer Stil des ehemaligen Bürgermeisters von Hermannstadt/Sibiu stehen in auffallendem Gegensatz zu einer Reihe von Tendenzen und Entwicklungen, welche die Politik, Wirtschaft und Gesellschaft dieses südosteuropäischen Landes nach fünfundzwanzig Jahren Transformation bestimmen.

Im Zentrum des Vortrags steht die Frage: Kann ein so umfassender Neustart, wie ihn der neue Präsident offenbar in Angriff nehmen will, im gegebenen politischen Kontext überhaupt gelingen?

Die Referentin Dr. Anneli Ute Gabanyi war wissenschaftliche Referentin, zuletzt Leiterin der rumänischen Abteilung am Forschungsinstitut von Radio Free Europe in München, danach wissenschaftliche Mitarbeiterin am Südost-Institut in München und am Deutschen Institut für Internationale Beziehungen und Sicherheit der Stiftung Wissenschaft und Politik, Berlin. Sie ist Autorin zahlreicher einschlägiger Publikationen.

(KK)

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