Stiftung deutscher Kultur im Östlichen Europa - OKR
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Ausgaben: Ausgabe 1243.

Paul Philippi zu den osmanischen Teppichen aus Siebenbürgen

Zu dem Artikel „Historische Volten“ von Edith Konradt über eine Ausstellung osmanischer Teppiche aus Siebenbürgen in der KK1240 vom 20. Juni gibt Paul Philippi aus Hermannstadt folgendes zu bedenken:

Reformierte sächsische Kirchen“ ist mißverständlich. „Reformatorisch“ waren sie. Aber „reformiert“ heißen hierzulande die kalvinischen Kirchen – was in einer Publikation des OKR nicht durchgehen dürfte.

Schwerer wiegt, was Edith Konradt vom „Bilderverbot“ schreibt, das sie als einen „streng beobachteten Ikonoklasmus“ mit der siebenbürgischen Reformation von 1543/1547 und mit der Annahme des Augsburgischen Glaubensbekenntnisses in Zusammenhang bringt. Vom Übertünchen „sämtlicher Wandmalereien“ im 16. Jahrhundert wissen wir hier nichts (das erfolgte in der Aufklärungszeit).

Daß Seitenaltäre weichen mußten, stimmt. Dasselbe jedoch auch von den Tafelbildern zu behaupten ist Unsinn, wie jeder Besucher siebenbürgisch-sächsischer Kirchen weiß. Womit auch Edith Konradts Theorie vom Horror vacui auf tönernen Füßen steht.

(KK)

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