Stiftung deutscher Kultur im Östlichen Europa - OKR
Kulturportal Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen

Ausgaben: Ausgabe 1285.

Polnisch–Deutsch und umgekehrt

Wie das Auswärtige Amt mitteilte, geht der Deutsch-Polnische Preis 2009 an den deutschen Literaturübersetzer Karl Dedecius und die polnische Literaturübersetzerin Malgorzata Lukasiewicz. Beide haben sich durch ihre Übersetzer- und Herausgebertätigkeit um die Verbreitung der deutschen Literatur in Polen und der polnischen Literatur in Deutschland verdient gemacht. Die Preisverleihung fand am 18. Dezember 2009 in Berlin statt.

Dr. phil. h. c. mult. Karl Dedecius, 1921 in Lodz geboren, gilt als bedeutender Mittler polnischer Literatur und Kultur in Deutschland. Als Übersetzer von über 200 Büchern, als Autor zahlreicher Aufsätze und Herausgeber der 50bändigen „Polnischen Bibliothek“ im Suhrkamp Verlag und der über 7000seitigen Anthologie „Panorama der polnischen Literatur des 20. Jahrhunderts“ im Ammann Verlag wurde er  u. a. mit dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels 1990 und dem Orden des Weißen Adlers 1999 gewürdigt. Er war 1980 Gründungsdirektor des Deutschen Polen-Instituts in Darmstadt, das er bis 1997 leitete. Karl Dedecius lebt in Frankfurt am Main.

Malgorzata Lukasiewicz, 1948 in Warschau geboren, übersetzt neben literarischen
Werken (H. Hesse, H. Böll, W. G. Sebald, P. Süsskind u. a. ) vornehmlich philosophische Schriften (Th. W. Adorno, J. Habermas, R. Dahrendorf, H. G. Gadamer, G. Simmel, T. Spengler u.a.). Sie arbeitet als freie Übersetzerin und Redakteurin und ist mit vielen renommierten Preisen ausgezeichnet worden (u.a. mit dem Übersetzerpreis der Robert Bosch Stiftung). Sie lebt in Warschau.

(KK)

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