Stiftung deutscher Kultur im Östlichen Europa - OKR
Kulturportal Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen

Ausgaben: Ausgabe 1296.

Preußisch Stargard, aus Ellingen belebt

Eine Ausstellung des Kulturzentrums Ostpreußen

Im Rathaus der Stadt Preußisch Stargard eröffnete das Kulturzentrum Ostpreußen aus Ellingen eine zweisprachige deutsch-polnische Ausstellung über die Geschichte des Deutschen Ordens. Unterstützt wurde die Ausstellung durch den Bezirk Mittelfranken.

„Es ist mir eine Ehre, diese Ausstellung zusammen mit dem Stadtpräsidenten Edmund Stachowicz zu eröffnen.

Seit der Begründung unserer Partnerschaft zwischen der Region Mittelfranken in Bayern und der Woiwodschaft Pommern in Polen vor rund zehn Jahren erfolgt ein regelmäßiger Austausch auf wirtschaftlichen, sportlichen und kulturellen Gebieten.“ Mit diesen Worten eröffnete der stellvertretende Bezirkstagspräsident Alexander Küsswetter die Ausstellung. Sie soll vor allem die Jugend der Regionen in die Geschichte der Höhen und Tiefen der Beziehungen zwischen den deutschen Kaisern, den polnischen Königen und dem Papst einbinden, denn – so Alexander Küsswetter – nur wer die Vergangenheit richtig erfaßt, befindet sich in der aktuellen Gegenwart und kann die Zukunft meistern.

Die zweisprachige Ausstellung behandelt diese Themen detailliert und wird in einem Raum des alten Rathauses, der dem Kociewie-Regionalmuseum in Preußisch Stargard (Starogard Gdanski) gehört, präsentiert. Neben dem historischen Abriß wird dabei großer Wert auf die Beschreibung der in der Gegend heute noch erhaltenen Bauwerke des Deutschen Ordens gelegt. Mit Hilfe einer großen Anzahl mit deutschem und polnischem Text versehenen Bildtafeln wird den Besuchern unter anderem die Geschichte der Burg Mewe, der ersten Ordensburg in Pommerellen, sowie der Burgen in Bytow, Schlochau und Schwetz erläutert. Neben der Marienburg sind alte Abbildungen der bischöflichen Burgen in Allenstein und Marienwerder zu sehen. Genauso finden die Burgen in den Landstrichen Pogesanien, Pomesanien und im Kulmer Land wie etwa die Bauwerke in Stuhm, Graudenz und Rheden ihren Eingang in die Bilderschau. Zahlreiche Kopien von Münzen und Siegelabdrücken aus der damaligen Zeit umrahmen die Präsentation.

„Mein Dank gilt Andrzej Blazynski, dem Direktor des hiesigen Museums. Nur mit dessen Unterstützung können wir diese zweisprachige Ausstellung zeigen, die nicht so bekannte Details der Geschichte vor Augen führt. Die mächtigen Bauten aus der damaligen Zeit können heute noch ganz in der Nähe wie in Mewe bewundert werden“, führte Wolfgang Freyberg, der Direktor des Kulturzentrums Ostpreußen Ellingen, aus. Dabei erläuterte Freyberg die Entstehung der aufwendigen Ausstellung, die unter anderem durch die finanzielle Unterstützung des Bezirks Mittelfranken mit Hilfe von Dr. Roman Gogan zweisprachig gestaltet wurde.

Anwesend waren auch führende Historiker aus den Museen in Marienburg und Marienwerder, die abschließend der feierlichen Unterzeichnung einer Absichtserklärung für eine weitere Zusammenarbeit zwischen dem Kulturzentrum Ostpreußen und dem Kociewie-Regionalmuseum in Preußisch Stargard (Muzeum Ziemi Kociewskiej Starogard Gdanski) beiwohnten.

Manfred E. Fritsche (KK)

 

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