Stiftung deutscher Kultur im Östlichen Europa - OKR
Kulturportal Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen

Ausgaben: Ausgabe 1332.

Programmatisch kroatisch

Ulm bietet dem EU-Kömmling ein angemessenes Entree

ProgrammatischEin ganzer Ulmer Programmreigen rund um den EU-Kandidaten Kroatien wurde Ende April mit gleich zwei Ausstellungen eröffnet. Zum einen war es die landeskundliche Schau „Zwischen Adria und Donau. Kroatiens kulturelle Vielfalt“, ein gemeinsames Projekt des DZM in Kooperation mit der Kulturreferentin für Südosteuropa am DZM, dem Deutschen Kulturforum östliches Europa (Potsdam), Kroatien kreativ 2013, dem Stadtmuseum Vinkovci, dem Museum Slawoniens und der Deutschen Gemeinschaft – Landsmannschaft der Donauschwaben in Kroatien (Osijek).

Die Ausstellung zeigt die Geschichte Kroatiens – von der Ur- und Frühgeschichte über die Epochen der Römer, Slawen und Osmanen bis in die Gegenwart. Die beeindruckende Natur- und Kulturlandschaft der Küste mit ihren Nationalparks und ihrem Kulturerbe ist ebenso Thema wie die Hauptstadt Zagreb als politisches, kulturelles und wirtschaftliches Zentrum.

Zeitgleich konnten die Vernissage-Gäste auch die Foto-Ausstellung „Spurensuche in Slawonien“ besichtigen. Der Osijeker Fotograf Damir Rajle suchte bereits 1999 für das DZM nach deutschen Spuren in Ostkroatien. Nach dreizehn Jahren machte er sich erneut auf und zeigt in seinen Bildern, wie sich die Region seither entwickelt hat.

Themenschwerpunkte der Ausstellung sind unter anderen das Kultur- und Naturerbe der Küste und des östlichen Kroatien, Ostkroatien in der Frühen Neuzeit (Osmanen, Habsburger), die Ankunft deutscher Siedler in Ostkroatien, das Leben auf dem Dorf und in der Stadt sowie die Donauschwaben in Kroatien einst und heute. In Ulm ist die Ausstellung bis Ende Juni zu sehen, ab dem 1. Juli wird sie in der Vertretung der EU-Kommission in Berlin gezeigt und wandert dann weiter nach Kroatien.

Bei der Eröffnung sprach Renata Tischler von der Deutschen Gemeinschaft in Osijek über die deutschsprachige Minderheit in Kroatien. Sie stellte die Arbeit der Deutschen Gemeinschaft in Osijek vor und zeigte die Perspektiven auf, die sich für die Arbeit der deutschsprachigen Minderheiten Kroatiens mit dem EU-Beitritt verbinden. Besonders im Bereich der Jugendarbeit bieten sich nun noch mehr Möglichkeiten für internationale Kooperationen. Informativ sind Dokumente und Belege zum 20jährigen Jubiläum der Deutschen Gemeinschaft – Landsmannschaft der Donauschwaben in Kroatien 2012, zum Internationalen deutschsprachigen Theaterfestival in Osijek 2005 sowie zur Eröffnung der Begegnungs- und Gedenkstatte Valpovo 2010.

Noch bis Juni finden im Donauschwäbischen Zentralmuseum Ulm verschiedene Begleitveranstaltungen statt. Die Programme sind Teil von „Kroatien kreativ“ (www.kroatienkreativ2013.de), dem Kulturprogramm zum EU-Beitritt Kroatiens, das unter der Schirmherrschaft des Staatsministers für Kultur und Medien, Bernd Neumann, der Kulturministerin Kroatiens, Andrea Zlatar-Violic, und des kroatischen Botschafters in Berlin, Miro Kovac, steht.

(KK)

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