Stiftung deutscher Kultur im Östlichen Europa - OKR
Kulturportal Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen

Ausgaben: Ausgabe 1374.

Schöne Normalität

Und andere Gründe, Südmähren zu besuchen, vorgestellt in München

Wie üblich lud der tschechische Generalkonsul in München, Milan Coupek, zum Nationalfeiertag ins Hotel Maritim ein. Erstaunlich war diesmal: Angekündigt wurde eine Ausstellung über den Kreis Südmähren. Es gab keinen Querstrich mit dem tschechischen Namen. Die Teilnahme eines Prager Ministers beim diesjährigen Sudetendeutschen Tag scheint das Eis endgültig gebrochen zu haben. Das Verhalten der Tschechen könnte ein gutes Beispiel für die übrigen ost- und südosteuropäischen Staaten sein. Anwesend war auch der neugewählte Vorsitzende der Brünner in München, Dietmar Schmidt.

Der Generalkonsul stammt aus dem Kreis Südmähren, bot daher mährische Weine und eine Trachtenkapelle mit mährischer Volksmusik. Großflächige Ausstellungstafeln zeigten die landschaftlichen Schönheiten, berühmte Bauwerke, Kunst und Technik Südmährens.

Der stellvertretende Hauptmann Roman Cely wies kurz auf die „lebendige und kreative Region“ hin. Viele Prospekte reizten zu einem Besuch. Mit fast 400 000 Einwohnern ist Brünn die zweitgrößte Stadt der Tschechischen Republik und besitzt mit der Villa Tugendhat ein Weltkulturerbe. Ludwig Mies van der Rohe schuf sie in den dreißiger Jahren. Roman Cely: „Die einen kommen wegen der Burgen, Schlösser und historischen Sehenswürdigkeiten, andere wegen der guten Weine und kulinarischen Köstlichkeiten.“ Gute Gründe allemal.

Norbert Matern (KK)

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