Stiftung deutscher Kultur im Östlichen Europa - OKR
Kulturportal Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen

Ausgaben: Ausgabe 1285.

Sudetendeutsche Kreativität „U35“

Im Sudetendeutschen Haus in München sind die Sudetendeutschen Förderpreise an Nachwuchstalente aus Kunst, Literatur, Wissenschaft und Volkstumspflege vergeben worden. Seit 1979, also seit 30 Jahren, gibt es diese Preise, deren Empfänger nicht älter als 35 Jahre sein und aus der Volksgruppe stammen und/oder einen bedeutenden Beitrag für diese geleistet haben sollten. Dafür werden sie mit dem mit 1000 Euro dotierten Preis unterstützt und angespornt.

Franz Pany, der Bundesvorsitzende der Sudetendeutschen Landsmannschaft, bezeichnete bei der Überreichung der Preise die kulturellen und wissenschaftlichen Leistungen der jungen sudetendeutschen Landsleute als „Chance, der Öffentlichkeit zu zeigen, daß die lebendige Schaffenskraft der Volksgruppe fortbesteht“. 

Den Preis für Darstellende und Ausübende Kunst erhielt das Musik-Duo Claudia und Julia Weißbarth, zwei Schwestern aus Baden-Württemberg. Ihre Mutter stammt aus Tachau. Für Bildende Kunst und Architektur ausgezeichnet wurde die Bühnenbildnerin Valentina Isabel Freising, die 1980 in München zur Welt kam und deren Großeltern Brünner sind. Der Preisträger für Musik, der Pianist Jakob Georg Ruderer, wurde 1989 ebenfalls in München als Enkel einer Karlsbaderin geboren. Eine gebürtige Brünnerin, die junge Tschechin Katerina Tucková, wurde mit dem Preis für Literatur und Publizistik geehrt. Den Förderpreis für Wissenschaft erhielt der Physiker Dominik Enders, der 1975 in Baden-Baden geboren wurde und dessen Vater aus Komotau stammt. Mit dem Preis für Volkstumspflege wurde die Kindergruppe der Eghalanda Gmoi z’ Geretsried bei München geehrt, die Helmut Hahn leitet. Die Preisträger präsentierten sich dann selbst mit Vorträgen oder Aufführungen.

Susanne Habel (KK)

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