Stiftung deutscher Kultur im Östlichen Europa - OKR
Kulturportal Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen

Ausgaben: Ausgabe 1235.

Um- und hinterfragtes Nationalbewußtsein

Mehr als 60 Jahre nach Kriegsende empfindet ein Viertel der deutschen Bundesbürger Schlesien und Ostpreußen immer noch als deutsch. Das ergab eine Umfrage des „Spiegel Special Geschichte“. In der Umfrage für das Magazin antworteten 24 Prozent auf die entsprechende Frage mit Ja, 73 Prozent mit Nein. Knapp ein Viertel findet es außerdem nicht richtig, daß die Bundesrepublik Deutschland auf Schlesien und Ostpreußen vertraglich verzichtet hat. Aber 72 Prozent halten den deutsch-polnischen Vertrag für richtig. Das Institut TNS Forschung hatte vom 9. bis zum 11. Januar dieses Jahres 1000 Personen befragt.

Insgesamt sieht fast die Hälfte der Bundesbürger die deutsche Geschichte eher positiv. 47 Prozent beantworteten diese Frage mit Ja. 36 Prozent haben ein eher negatives Gesamtbild, für 14 Prozent halten sich positive und negative Aspekte die Waage. Mit Stolz blicken die Befragten vor allem auf Mauerfall und Wiedervereinigung (28 Prozent), auf den Wiederaufbau und das Wirtschaftswunder nach dem Zweiten Weltkrieg (12 Prozent), die Gründung der Bundesrepublik und die demokratische Grundordnung (9 Prozent) und die Fußball-WM 2006 (7 Prozent). Für 22 Prozent gibt es keine Ereignisse, auf die sie mit Stolz blicken.

(KK)

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