Stiftung deutscher Kultur im Östlichen Europa - OKR
Kulturportal Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen

Ausgaben: Ausgabe 1280.

Was am Lilienberg alles blüht

Unter dem Leitwort „Rückschau und Ausblick" ist das HDO-Journal 2009, die Zeitschrift des Hauses des Deutschen Ostens in München, erschienen. Direktor Dr. Ortfried Kotzian geht im Editorial der Zeitschrift auf die Bedeutung der Jubiläums- und Gedenkjahre 2008 und 2009 ein und stellt den Zusammenhang zur Aufgabenstellung des Hauses des Deutschen Ostens als Kultur-, Bildungs- und Begegnungseinrichtung her. Sein Fazit: „Heute wissen wir: Die Grundlage von mehr als 60 Jahren Frieden in der Mitte Europas beruht auch auf dem Selbsterhaltungstrieb der Menschen, der bisher stärker war als jede Ideologie und Machtpolitik. Das Bewusstsein um diese globalen Zusammenhänge zu bewahren, ist auch eine der Aufgaben unseres Hauses des Deutschen Ostens in München."

Staatliche Einrichtungen für die bayerische Bevölkerung aus dem Osten Europas brauchen eine geistig-kulturelle Grundlage für ihr Handeln und ihre Arbeitsweise, die über einen reinen Gesetzesauftrag (§ 96 Bundesvertriebenen- und -flüchtlingsgesetz – BVFG) hinausgeht. Wie das vor mehr als 50 Jahren aussah, verdeutlicht das HDO-Journal mit einer „Fundsache", dem Aufsatz (oder einer Rede) des ehemaligen bayerischen Ministerpräsidenten Wilhelm Högner mit dem Titel „Über die dem deutschen Westen und Osten gemeinsamen Grundlagen in Geschichte, Kultur und in der Entwicklung des Volkes". Die Aussagen des undatierten Beitrages von damals, der dem Haus des Deutschen Ostens im Faksimile vorliegt, sind zeitlos gültig. Prof. Manfred Kittel macht sich Gedanken zur Zukunft aller Vertriebenen-, Flüchtlings- und Aussiedlergruppen, die nicht aus dem Sudetenland nach Bayern kamen. Ihr Kulturbeitrag in Bayern darf angesichts der Errichtung eines Sudetendeutschen Museums in München nicht geringgeachtet werden, zumal der „fünfte Stamm" Bayerns mit Schlesiern, Ost- und Westpreußen, Pommern, Rußlanddeutschen, Donauschwaben, Siebenbürger Sachsen und vielen anderen kleinen Volksgruppen mit ca. eineinhalb Millionen Menschen sogar noch größer ist als die sudetendeutsche Volksgruppe.

Im Jahre 2010 wird das Haus des Deutschen Ostens 40 Jahre alt. Mit der vorliegenden Ausgabe des HDO-Journals befindet sich die Einrichtung des Freistaates Bayern „zwischen den Ereignissen". 850 Jahre München wurden mit dem Isar-Brückenfest 2008 gefeiert. An dieses Großereignis erinnert die vorliegende Ausgabe. Die Vorfreude auf das Festprogramm 2010 soll die Leser ermuntern, das Haus und seine Veranstaltungen zu besuchen. Jeder kann zum Gelingen des Jubiläumsjahres 2010 seinen persönlichen Beitrag leisten. Das Haus des Deutschen Ostens lobt einen Schreibwettbewerb unter dem Leitgedanken „Mein HDO" aus. Dabei soll über kleine Begebenheiten, lustige Erlebnisse, schöne Stunden mit interessanten Gesprächspartnern, spannende Ereignisse auf Studienreisen, neue Erkenntnisse bei Seminaren und Tagungen berichtet werden. Die literarischen „Ergüsse" können kurz oder lang, humorvoll oder ernst, kunstvoll oder dokumentarisch, dramatisch oder essayistisch sein. Schöne Preise warten auf die Teilnehmerinnen und Teilnehmer, wie etwa die kostenlose Teilnahme an der Studienreise 2010, über die man sich auch in der neuen Ausgabe des HDO-Journals informieren kann.

Das HDO-Journal Nr. 7/2009 kann kostenlos bezogen werden über das Haus des Deutschen Ostens, Am Lilienberg 5, 81669 München. Bestellungen auch per Mail: poststelle@hdo.bayern.de.

(KK)

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