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Ausgaben: Ausgabe 1219.

Wiedergutmachung nach 73 Jahren

Gedenktafel für Arnold Mendelssohn wird in Ratibor enthüllt

Am 2. Mai 2006 wird in Ratibor/Racibórz zu Ehren von Arnold Mendelssohn wieder, jetzt mit einem polnischen und einem deutschen Text, eine Gedenktafel enthüllt.

Arnold Mendelssohn wurde am 26. Dezember 1855 als Sohn eines Maschinenmeisters der damals noch ganz jungen Eisenbahn geboren und wurde als Komponist, Organist, Erneuerer der evangelischen Kirchenmusik und als Hochschullehrer der Musik bekannt und gerühmt. Der Komponist Paul Hindemith nannte sich seinen Schüler. Am 19. Februar 1933 ist er als Musikdirektor und Musikpädagoge in Darmstadt gestorben.

Die Gedenktafel an seinem Geburtshaus in Ratibor ist1933 von den Nationalsozialisten zerstört worden, denn er galt als Großneffe von Felix Mendelssohn Bartholdy.

Dr. Herbert Hupka, Ehrenvorsitzender der Landsmannschaft Schlesien und Ehrenpräsident der Stiftung Ostdeutscher Kulturrat, seit 1998 Verdienter Bürger der Stadt Racibórz, früher Ratibor, in der er aufgewachsen ist, hatte dem Stadtpräsidenten Jan Osuchowski den Vorschlag unterbreitet, aus Anlaß des 150. Geburtstags von Arnold Mendelssohn wieder eine Gedenktafel zu errichten. In der Einladung zur feierlichen Enthüllung der Tafel schreibt der Stadtpräsident: „Ich bin Ihnen sehr dankbar, daß wir dank Ihrer Initiative mit einem Ereignis konfrontiert worden sind, das im Geschichtsbild unserer Stadt  niedergeschrieben wird.“

Da das Geburtshaus von Arnold Mendelssohn im Kriegsverlauf zerstört worden ist (kennzeichnender Name: Eisenbahnstraße), ist die Gedenktafel in unmittelbarer Nähe am Gebäude der Hauptpost angebracht worden.

(KK)

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