Stiftung deutscher Kultur im Östlichen Europa - OKR
Kulturportal Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen

Ausgaben: Ausgabe 1336.

Wo ein Wille ist, ist auch ein Institut

Das Deutsche Polen-Institut wird zur Probe aufs Exempel

Mehr als 1200 Personen aus allen Bereichen des öffentlichen Lebens und der Zivilgesellschaft aus dem In- und Ausland haben die Petition des Deutschen Polen- Instituts an die Ministerpräsidentin von Rheinland-Pfalz, Malu Dreyer, gegen den angekündigten Ausstieg des Landes aus der gemeinsamen Grundförderung des Instituts unterschrieben.

Der Anteil des Landes liegt bei ca. 25 Prozent des Grundhaushalts des Instituts und beträgt 218 000 Euro. Die völlig überraschende Aufkündigung der wesentlichen Unterstützung durch ein Gründungsmitglied des DPI bedroht das in Deutschland und in Polen hoch angesehene und sehr erfolgreich wirkende Institut in seiner Existenz.

Mit einem Federstrich soll ein seit Jahrzehnten nicht zuletzt für Rheinland-Pfalz segensreiches wissenschafts-, bildungsund kulturpolitisches Engagement des Landes beendet werden, zu dem alle rheinland-pfälzischen Landesregierungen seit 1980 konsequent gestanden haben. Das DPI ist mit einer Vielzahl von wissenschaftlichen, kulturellen und schulischen Veranstaltungen und Projekten in Rheinland- Pfalz präsent.

Deutsche und polnische Präsidenten haben bei ihren Besuchen im DPI mehrfach – zuletzt noch 2010 – seine herausragende Bedeutung für die deutsch-polnische Verständigung zum Ausdruck gebracht. Der rheinland-pfälzische Finanzminister Carsten Kühl und die Wissenschaftsministerin Doris Ahnen hatten sich in diesem Sinn öffentlich geäußert und das fortwährende Engagement ihres Landes versichert, der Finanzminister bei der 30-Jahr-Feier des Instituts 2010 in Darmstadt und die Wissenschaftsministerin bei der Eröffnung der 2. Polenforschertagung in Mainz 2011.

(KK)

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