Stiftung deutscher Kultur im Östlichen Europa - OKR
Kulturportal Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen

Ausgaben: Ausgabe 1217.

Wolhynien im Bayerischen Landtag

Ausstellung über die ehemals jüngste und kinderreichste auslanddeutsche Volksgruppe eröffnet

Am 25. Januar 2006 eröffnete der Vorsitzende der CSU-Landtagsfraktion, Joachim Herrmann, im Bayerischen Landtag in Anwesenheit zahlreicher Gäste und Ehrengäste eine Ausstellung über „Die Deutschen in der Nordukraine“. Joachim Herrmann dankte Nikolaus Arndt, dem Vorsitzenden des Historischen Vereins Wolhynien, für die Konzeption und die Erstellung der Ausstellung, die das Land Bayern im Rahmen der seit 1990 bestehenden Partnerschaft zwischen dem Freistaat Bayern und der Ukraine mitfinanziert hat. Er erklärte, daß die Ukraine uns nähergerückt und heute ein „europäisches Land auf dem Weg nach Europa“ ist.

Der Generalkonsul der Ukraine in München, Dr. Waleri Stepanow, würdigte die gute Zusammenarbeit zwischen Bayern und der Ukraine und sprach dem Historischen Verein Wolhynien Respekt und Anerkennung dafür aus, daß dieser sich der Völkerverständigung gewidmet hat, wobei die reichen Erfahrungen der Wolhyniendeutschen sich als unschätzbarer Wert herausgestellt haben.

Nikolaus Arndt erläuterte das Ausstellungskonzept, dessen Kernpunkt die vor über vier Jahren in Kiew eröffnete Ausstellung war, und gab eine kurze Darstellung der Siedlungsgeschichte der Wolhyniendeutschen. Er verwies darauf, daß die Wolhyniendeutschen die jüngste und kinderreichste auslanddeutsche Volksgruppe darstellten, zu der vor dem Ersten Weltkrieg mehr als 25000 Deutsche zählten und die am stärksten unter den beiden Weltkriegen gelitten habe.

Er dankte den Vorsitzenden der Landsmannschaften Weichsel-Warthe und der Landsmannschaft der Rußlanddeutschen für ihre Teilnahme bei der Ausstellungseröffnung, durch die sie die enge historische Verbundenheit beider Landsmannschaften zu den Wolhyniendeutschen zum Ausdruck brachten.

K. B. (KK)

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