Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen
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Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen

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Zentrale Einrichtung aller Vertriebenen
zum Zweck der Erhaltung, Pflege und Weiterentwicklung der Kultur und
Geschichte aller historischen deutschen
Ost- und Siedlungsgebiete, Förderung der Wissenschaft und kulturelle Breitenarbeit

 

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Aktuell:

 

Wechsel in der Geschäftsführung der Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen

Mit dem Eintritt in den Ruhestand von Herrn Dr. Ernst Gierlich, der durch Kuratoriumsbeschluss fortan Mitglied des Vorstandes der Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen ist, wurde Herrn Thomas Konhäuser zum 1. Mai 2020 die Geschäftsführung übertragen.

Dr. Gierlich hat in seiner über 30jährigen Tätigkeit für die Kulturstiftung, von 1988 bis 1991 als Projektleiter, von 1991 bis 2000 als wiss. Referent für Kunstgeschichte und Öffentlichkeitsarbeit und ab 2001 als Geschäftsführer nicht nur nachhaltig dazu beigetragen, dass sich die Kulturstiftung zu einer anerkannten internationalen wissenschaftlichen Forschungseinrichtung fortentwickelte, sondern auch, dass nach Wegfall der institutionellen Förderung Ende der 90er Jahre die erfolgreiche wissenschaftliche Arbeit fortgeführt werden konnte. Dies verdient größten Dank und höchste Anerkennung.

Mit dem Wechsel in der Geschäftsführung von Dr. Ernst Gierlich hin zu Thomas Konhäuser geht auch eine von der BKM geförderte Neustrukturierung der Kulturstiftung, die auch die Schaffung zusätzlicher Mitarbeiterstellen beinhaltet, einher.

Herr Konhäuser hat im vergangenen Jahr, gefördert durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien, für die Kulturstiftung ein Konzept zur Ertüchtigung der eigenständigen und eigenverantwortlichen Kulturarbeit der Heimatvertriebenen gemäß § 96 BVFG und eng damit verbunden zur Stärkung der Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen erarbeitet, woraufhin Haushaltsmittel des Bundes in Hohe von bis zu 500 Ts Euro mit Verpflichtungsermächtigung für die Folgejahre bis einschließlich 2024 bewilligt wurden.

Vor seiner Tätigkeit bei der Kulturstiftung war Herr Konhäuser elf Jahre lang im Deutschen Bundestag Büroleiter des ehemaligen Generalsekretärs des Bundes der Vertriebenen, Herrn Parl. Staatssekretär a.D. und Bundesbeauftragten a.D. Hartmut Koschyk, wodurch er wertvolle berufliche Erfahrungen hinsichtlich der Belange der Heimatvertriebenen, aber auch der deutschen Minderheiten im östlichen Europa sammeln konnte und bestens zu diesen vernetzt ist.

Die Kulturstiftung begrüßt es sehr, dass Herr Konhäuser nach der erfolgreichen Erarbeitung des Förderkonzepts und der damit einhergehenden Bewilligung von Haushaltsmitteln des Bundes seine Arbeit als Geschäftsführer fortsetzt, um die Neustrukturierung der Kulturstiftung in diesem Jahr zu einem erfolgreichen Abschluss zu führen und er weiterhin seinen Beitrag dazu leistet, nachhaltige Weichen zur Ertüchtigung der eigenständigen und eigenverantwortlichen Kulturarbeit der Heimatvertriebenen zu stellen.

Auch nach seinem Wechsel in den Vorstand arbeiten Herr Dr. Gierlich und Herr Konhäuser unverändert sehr eng zusammen, um den fließenden Übergang der Geschäftsführung in diesem Jahr weiterhin zu gewährleisten und gemeinsam die Neuausrichtung der Kulturstiftung voranzubringen.

Trotz Corona-Krise werden die Maßnahmen zur Neustrukturierung, wie beispielsweise die Personalsuche, weitgehend uneingeschränkt durchgeführt, und auch die Planungen für die Veranstaltungen und Fachtagungen schreiten zügig voran.

Dr. Ernst Gierlich, Reinfried Vogler (Vorstandsvorsitzender), Thomas Konhäuser

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Gemeinsamer Aufruf der Landesbeauftragten für Vertriebene, Aussiedler und Spätaussiedler von Bayern, Hessen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Sachsen anlässlich des 75. Jahrestages des Kriegsendes

Heute vor 75 Jahren, am 8. Mai 1945, endete mit der Unterzeichnung der bedingungslosen Kapitulation der deutschen Wehrmacht der Zweite Weltkrieg in Europa.

Der 8. Mai hat Deutschland und die Welt von dem menschenverachtenden System der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft befreit, und in den westlichen Besatzungszonen des besiegten Deutschlands wurden die Weichen für einen demokratischen und rechtstaatlichen Neuanfang gestellt. Im Gedenken an diese Befreiung darf aber nicht vergessen werden, welche schweren Leiden für viele Menschen mit dem 8. Mai nicht endeten, sondern erst begannen: Wir müssen uns auch an all diejenigen Millionen Deutschen erinnern, die aus ihrer angestammten Heimat jenseits von Oder und Neiße sowie aus Mittel-, Ost- und Südosteuropa vertrieben wurden, an die, welche durch Flucht und Vertreibung ihr Leben verloren, die in die Sowjetunion deportiert oder als deutsche Minderheit zwar verbleiben konnten, jedoch fortan unterdrückt wurden.

Anlässlich des 75. Jahrestages des Kriegsendes rufen die Landesbeauftragten für Vertriebene, Aussiedler und Spätaussiedler von Bayern, Hessen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Sachsen gemeinsam zurecht dazu auf, die Erinnerung hieran lebendig zu halten, „nicht um deutsche Schuld zu relativieren“, sondern damit „jetzige und künftige Generationen wissen, wohin Krieg, Hass und Gewalt führen, und damit sie begreifen, was Heimatverlust bedeutet. Denn aus der Geschichte lernen kann nur, wer die Geschichte kennt.“

Ganz in diesem Sinne ist es, dem Kulturparagraphen § 96 BVFG entsprechend, ein ganz besonderes Anliegen der Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen, das Bewusstsein des vielfältigen deutschen Kulturerbes im östlichen Europa bei den Deutschen, aber auch bei unseren Nachbarn in Europa und gemeinsam mit diesen, insbesondere auch bei der jungen Generation, zu befördern, eine Aufgabe, die es in den Folgejahren fortzuentwickeln gilt.

Dauerausstellung „Flucht und Vertreibung“ © Freilichtmuseum Hessenpark GmbH

Zu dem gemeinsamen Aufruf der Landesbeauftragten für Vertriebene, Aussiedler und Spätaussiedler gelangen Sie hier!