Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen
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Veranstaltungen

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Zeithistorische Fachtagung

 

Widerstand gegen den Nationalsozialismus
im Nordosten –
Persönlichkeiten, Konzepte, Schicksale

Göttingen, Hotel Astoria und Collegium Albertinum,
10./11. Oktober 2019

 

Im Rahmen der auf drei Veranstaltungen ausgelegten Reihe zeitgeschichtlicher Fachtagungen zum Widerstand gegen den Nationalsozialismus in den historischen deutschen Ostprovinzen und Siedlungsgebieten wird in diesem Jahr der Widerstand in Ostpreußen, Westpreußen und Pommern unter-sucht, nachdem im Vorjahr Schlesien und das Sudetenland behandelt worden sind.

Dabei werden die latent oppositionellen Milieus der „Parallelgesellschaften“ des Landadels, der (ev.) Bekennenden Kirche und der Katholischen Kirche, des Militärs und des preußischen Bürger- und Beamtentums in den Blick genommen. Anhand von Lebensbildern von herausragenden Vertretern aus diesen Milieus wird deren Entwicklung von der Herkunft, dem familiären und gesellschaftlichen Umfeld und dem beruflichen Werdegang zu ihrer Entscheidung zu aktivem Widerstandshandeln nachgezeichnet und veranschaulicht.

Für den Widerstand aus dem Militär steht der aus Deutsch-Eylau in Westpreußen stammende Generalmajor Hellmuth Stieff als einer der Hauptbeteiligten  des 20. Juli 1944. Zu dem Kreis aus dem preußischen Bürger- und Beamtentum gehört Carl Goerdeler, Kopf des zivilen Widerstands in Deutschland.  Der Beitrag  aus der Katholischen Kirche wird am Beispiel von Maximilian Kaller, dem letzten deutschen Bischof der ostpreußischen Diözese Ermland, dargestellt, Netzwerke und Einzelpersönlichkeiten des Widerstandes aus protestantischer Wurzel werden am Beispiel der Evangelischen Kirche Pommerns kritisch erörtert. Den be-sinnlichen Abschluss bildet ein Blick auf den Schriftsteller Edzard Schaper, den Wanderer zwischen Ost und West und Verfolgten unter zwei Diktaturen.

Hier Einladung und Programm!

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Staats- und völkerrechtliche Fachtagung

 

Europas Grundwerte und Standards und ihre Umsetzung insbesondere in den Ländern
Mittel- und Ostmitteleuropas

Bonn, Gustav-Stresemann-Institut, 29./30. Oktober 2019

 

Die Europäische Union, so sagen es manche und so wollen es immer mehr Vertreter politischer Parteien, sei in Auflösung begriffen. Diese Feststellung ist keinesfalls haltbar. Allerdings sind die Stimmen, die einen Rückbau der Europäischen Union fordern, in vielen Staaten unüberhörbar.

In dem Symposium wird erörtert werden, in welchem Umfang Staaten der Europäischen Union, insbesondere Staaten Mittel- und Ostmitteleuropas, sich noch an die Grundwerte und Standards der Europäischen Union halten und wo es insoweit Defizite gibt. Dabei geht es natürlich um die Umsetzung der Grundrechte, wie sie in der Grundrechte-Charta der Europäischen Union und auch in der Europäischen Menschenrechtskonvention verankert sind, sowie um die Respektierung der Grundfreiheiten, insbesondere der Freizügigkeit und Niederlassungsfreiheit im Vertrag über die Arbeitsweise der Europäischen Union.

Grundwerte und Standards kommen aber nicht nur in den EU-Verträgen zum Ausdruck, sondern auch in den von den Mitgliedstaaten der Europäischen Union geschlossenen begleitenden Verträgen.

Darüber hinaus ist gerade aus Sicht der deutschen Heimatvertriebenen der Stand der Beachtung der Rechte der deutschen Minderheiten und Volksgruppen in den Staaten des östlichen Europa von Interesse.

Die Veranstaltung dient der gegenseitigen Information und dem Dialog über Grenzen hinweg – und damit der weiteren Verständigung und des friedlichen Miteinanders der Menschen in Europa.

Hier Einladung und Programm!

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Ausstellung

 

 

Die Begriffe „Romantik“ und „Preußen“ sind für den modernen Menschen kein sich automatisch einstellendes Assoziationspaar. Mit Preußen werden eher die typischen Tugenden eines an Strenge und Disziplin orientierten aufgeklärten Staatswesens verbunden, nicht aber die fantasievolle bis ins unheimliche reichende romantische Weltsicht. Dennoch spielte Preußen für die Geschichte der Romantik eine bedeutende Rolle, insbesondere im Bereich der Literatur und Architektur, aber auch bei der Entwicklung einer romantischen Theoriebildung.

Wie sehr die in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts von preußischen Persönlichkeiten im Geiste der Romantik vermittelten ost- und mitteldeutschen Einflüsse in der Folge das westliche Deutschland bis heute prägen, zeigt sich bereits darin, dass sich wesentliche Elemente der spezifisch rheinischen Identität unter maßgeblicher preußischer Mitwirkung gebildet haben. Hier sind etwa der die Burgen des Mittelrheins oder Kölner Dom zu erwähnen, die nach Jahrhunderten des Zerfalls bzw. Stillstands nicht zuletzt dank preußischer Initiative und Förderung in ihrem Bestand gerettet bzw. gar vollendet wurden.

In der von der Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen erarbeiteten Ausstellung werden die verschiedenen Facetten der Romantik in Preußen – zwischen Königsberg, Marienburg, Berlin und Köln – an ausgewählten Beispielen vorgestellt und erläutert, damit die bedeutenden Einflüsse des Ostens, hierbei nicht zuletzt solche der heute nicht mehr zu Deutschland gehörenden Landschaften wie Ost- und Westpreußen auf den Westen, insbesondere das Rheinland, vor Augen geführt.

Hier die Tafeln der Ausstellung!

Eine die Ausstellung begleitende Broschüre liegt vor, ein wissenschaftlicher Katalog ist in der Planung.

StadtMuseum Bonn, 9. Oktober bis 3. November 2019

Vortrag von Prof. Dr. Christofer Herrmann 24.10.,
“Die Marienburg und die Anfänge der Romantik in Preußen”, 19:00 Uhr

Gerhart-Hauptmann-Haus, Düsseldorf,
15. November bis 31. Dezember 2019

Vortrag von Prof. Dr. Christofer Herrmann 20.11.,
“Die Marienburg und die Anfänge der Romantik in Preußen”, 15:00 Uhr

Weitere Ausstellungsorte für 2020 in Vorbereitung