Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen
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Spiegel der Fürstenmacht. Residenzbauten in Ostmitteleuropa im Spätmittelalter – Typen, Strukturen, Ausschmückung

Residenzen waren im späten Mittelalter zentrale Orte des herrschaftlichen Wohnens, der Repräsentation und der Landesverwaltung. Ihre steigende Bedeutung erhielten sie aufgrund des Wandels von der Reise- zur Residenzherrschaft während dieser Epoche.

Seit vielen Jahren sind Residenzen Gegenstand intensiver Forschungen. Ihre Raumgestalt bildete den Rahmen für die höfische Kultur als ein „Spiegel der Fürstenmacht“, in dem sich die hoheitlichen Ambitionen ihrer Erbauer widerspiegelten. Die europäische Architekturgeschichte verdankt diesem Anspruch einige der bedeutendsten Profanbauten.

Diesem Thema widmete sich eine internationale Fachtagung, welche die Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen, Bonn, im Jahre 2016 gemeinsam mit dem Deutsch-Polnischen Forschungsinstitut am Collegium Polonicum (Słubice/ Frankfurt a.d. Oder) sowie dem Museum für Ermland und Masuren (Allenstein/ Olsztyn) in der Bischofsburg zu Heilsberg (Lidzbark Warmiński) durchführte.
Von besonderem Interesse war dabei die Situation in den Ländern Ostmitteleuropas (Polen, Böhmen, Ungarn, Deutschordensland Preußen). In den Vorträgen der Tagung wurden sowohl königliche Palastanlagen als auch der Burgen weltlicher und geistlicher Fürsten behandelt. Neue Erkenntnisse zu der Entwicklung und Funktion dieser Bauten vorzustellen sowie das Beziehungsgeflecht der Residenzen untereinander und mit anderen Machtzentren in Europa aufzuzeigen, war Intention der Tagung.

Die erst jüngst wohlrestaurierte Heilsberger Burg, ehemals Sitz des Bischöfe von Ermland, bot den perfekten Rahmen für die Zusammenkunft, kann sie doch als eines der besterhaltenen Beispiele für die spätmittelalterlichen geistlichen Fürstenresidenz des Ostens gelten.

Für die finanzielle Förderung der Durchführung der Tagung sowie der Herausgabe des Ergebnisbandes gebührt ein besonderer Dank der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien!

Hier der Band “Spiegel der Fürstenmacht” als Download