Kulturportal
Stiftung deutscher Kultur im Östlichen Europa - OKR Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen

Ein Dialog der Taubstummen

04.07.2019, 19.00 Uhr

Haus des Deutschen Ostens
Am Lilienberg 5
81669 München

 

 

Die Gründung der Tschechoslowakei und die deutsche Minderheit

Referent: Professor Dr. Jaroslav Kučera, Karls-Universität Prag

Mit dem Zerfall des Habsburgerreiches am Ende des Ersten Weltkriegs entstanden in Mittelosteuropa mehrere neue Staaten. Eine der ersten Staatsgründungen war die der Tschechoslowakei. Bereits am 28. Oktober 1918 wurde in Prag der Tschechoslowakische Staat ausgerufen. Im November wurde Tomáš Garrigue Masaryk dessen erster Präsident. Tschechen und Slowaken bildeten mit rund 65% der Bevölkerung die Mehrheit im neuen Staat. Daneben lebten in der Ersten Tschechoslowakischen Republik aber auch rund 3 Millionen Deutsche (mit einem Bevölkerungsanteil von rund 23%).
Wie kam es zur Entstehung der Tschechoslowakei, welche Rolle spielten ihre Vertreter bei den Friedensverhandlungen nach dem Ersten Weltkrieg? Welche Auswirkungen hatte die Staatsgründung auf das deutsch-tschechische Verhältnis und besonders auf das Verhältnis deutschsprachiger und tschechischsprachiger Bürger im neuen Staat? Inwieweit war die deutsche Minderheit am Aufbau des neues Staates beteiligt und welche Minderheitenrechte galten? Diese und weitere Fragen werden im Vortrag erörtert.
Professor Dr. Jaroslav Kučera (geb. 1955 in Prag) ist Professor für Zeitgeschichte an der Karlsuniversität in Prag. Zu seinen Forschungsschwerpunkten gehören die Tschechoslowakei in der Zwischenkriegszeit und die deutsch-tschechischen Beziehungen.

In Kooperation mit: Tschechisches Zentrum München, Generalkonsulat der Tschechischen Republik, Generalkonsulat der Slowakischen Republik in München und dem Institut für deutsche Kultur und Geschichte Südosteuropas (IKGS) e.V.

Weitere Infos unter: https://www.hdo.bayern.de