Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen
Kulturportal Stiftung deutscher Kultur im Östlichen Europa - OKR

Filmsoirée: „Spiel des Schicksals“ (2019)

08.12.2020, 18.30 Uhr
Haus des Deutschen Ostens,
Am Lilienberg 5,
81669 München

 

 

In Kooperation mit: Deutsches Kulturforum östliches Europa Potsdam, Donauschwäbisches Zentralmuseum Ulm und Ungarisches Kulturinstitut Stuttgart

Referentinnen: Éva Hübsch (Novi Sad/Serbien) und Ria Schneider (München)

Eine Wohnung in der Innenstadt von Novi Sad/Neusatz (Serbien), wird zum Ort, wo sich die Lebenslinien zweier Familien der ehemaligen und heutigen Bewohner dieser Stadt kreuzen. Trotz ihres geografischen und zeitlichen Abstands haben sie sich ihre kostbaren Kindheitserinnerungen bewahrt, auch wenn die einen Ende des Zweiten Weltkriegs geflüchtet sind, während die anderen, die daheim geblieben sind, als Donauschwaben gebrandmarkt, viel Schlimmes erdulden mussten. Von einst einer halben Million Donauschwaben in Jugoslawien sind nur einige Tausend in ihrer Heimat geblieben. Viele von ihnen meinen immer noch, dass sie es im deutschen Mutterland leichter gehabt hätten. Wäre es tatsächlich so gewesen?

Der Film zeigt die nach wie vor bestehende Verbundenheit der Donauschwaben mit ihrer Heimatstadt Novi Sad, und wie es ihnen gelungen war, jahrhundertelang mit Nachbarn, die einer anderen Sprache, Religion und Kultur angehören, friedlich und respektvoll zusammen zu leben. Aber auch die andere Seite der Geschichte wird sichtbar, nämlich das Schicksal derjenigen, die in alle Welt geflüchtet sind.

Der Film regt zum Nachdenken darüber an, ob die Donauschwaben, deren Vorfahren vor 300 Jahren im Bestreben, ein besseres Leben und eine neue Heimat in der Fremde zu finden, nach Südosteuropa gezogen sind, trotz der historischen Katastrophe des 20. Jahrhunderts noch eine Zukunft haben.

Die Regisseurin Éva Hübsch und die Zeitzeugin Ria Schneider, die eine der Filmprotagonistinnen ist, werden bei der Vorstellung des Films anwesend sein.

Éva Hübsch entstammt der donauschwäbischen Minderheit im Banat und ist TV-Journalistin und Filmregisseurin. 1986–1992 war Hübsch als Journalistin des Fernsehens von Vojvodina tätig. Seit 1992 drehte sie im Auftrag von TV-Sendern aus Finnland, den Niederlanden, der Schweiz und Ungarn. 2008 folgte die Gründung einer eigenen Produktionsfirma „Media News“ (Novi Sad), die unter anderem 2010 den Film „Lost in History“ über das Schicksal zweier donauschwäbischen Frauen während des Zweiten Weltkrieges herausbrachte. Darüber hinaus ist Éva Hübsch mit zwei Sendungen im RTV-TV Vojvodina vertreten.

Anmeldung nötig!

Weitere Infos unter: www.hdo.bayern.de