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Stiftung deutscher Kultur im Östlichen Europa - OKR Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen

Ausstellung: Hermann Fechenbach. Ein jüdischer Künstler aus Mergentheim – neu betrachtet

Veranstalter: Deutschordensmuseum Bad Mergentheim
Ort: Bad Mergentheim
Zeit: 2.6.2011-18.3.2012

Öffnungszeiten:
April-Oktober: Dienstag bis Sonntag 10.30-17 Uhr
November-März: Dienstag bis Samstag 14-17 Uhr, Sonn- und Feiertage 10.30-17 Uhr, 24./25./31.12. geschlossen.

Hermann Fechenbach war ein jüdischer Künstler, der am 11. Januar 1897 mit seiner Zwillingsschwester Rosel in Mergentheim geboren wurde. Sein Vater war ein Metzger, der in Mergentheim eine Gaststätte betrieb. Fechenbach wollte Kunst studieren, jedoch beugte er sich dem Willen seines Vaters und begann eine Kaufmannslehre in Schwäbisch Hall.

Während seines Einsatzes im Ersten Weltkrieg verlor er ein Bein und konnte seiner bisherigen Tätigkeit nicht mehr nachgehen, was dazu führte, dass er schließlich doch noch Kunst in Stuttgart und München studierte.

Seine Holzschnitte spiegeln seine Lebensstationen wieder. Viele Motive zeigen Mergentheim und auch die jüdische Gemeinde, in der er lebte. Mit Anbruch des Nationalsozialismus musste Hermann Fechenbach aufgrund seines jüdischen Glaubens nach England flüchten und wurde dort auf der Isle of Men in Camp Hutchinson interniert. Mit den Linolschnitten, die auf der Isle of Men entstanden sind, kritisierte er das nationalsozialistische Regime und seine Spitzen.1941 ließ er sich in Oxford nieder und starb am 6.12.1986 in Denham.

Ein zentrales Anliegen der Ausstellung ist es, dass alle Facetten von Hermann Fechenbach in seinen Bilder dargestellt und sein Werk aus der Perspektive von Jugendlichen des 21. Jahrhunderts neu betrachtet werden

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