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Stiftung deutscher Kultur im Östlichen Europa - OKR Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen

Humboldtstraße Zwei. Das Schicksal einer deutschen Familie zwischen 1934 und 2014

07.02.2019, 19.00 Uhr

Stiftung Gerhart-Hauptmann-Haus
Deutsch-osteuropäisches Forum
Bismarckstr. 90,
40210 Düsseldorf

Lesung und Gespräch mit Harald Gersterkamp

Der in Bonn lebende Harald Gesterkamp, Redakteur beim Deutschlandfunk, ist durch seine Familiengeschichte auf das Thema seines Buches gestoßen. Seine Mutter und seine Großeltern stammen aus Niederschlesien. Gesterkamp erzählt in seinem spannenden und berührenden Roman die Geschichte der Familie Plackwitz über drei Generationen. Erich, in den 1930er-Jahren Amtsrichter in einer schlesischen Kleinstadt, muss entsetzt und hilflos zusehen, wie sich Deutschland immer mehr zu einem Unrechtsstaat entwickelt. Seine Tochter Elise muss das geliebte Elternhaus 1945 nach Studium und Flakhelferinneneinsatz aufgeben und gründet eine Familie in Westdeutschland. Andreas, ihr Sohn, begibt sich erst spät auf familiäre Spurensuche, ein Kriegstagebuch der Mutter hilft ihm dabei. Er greift Themen auf, die heute wieder verstärkt in das Bewusstsein rücken: die Leiden einer vertriebenen Generation, die Traumatisierung der Nachkommen, aber auch der Umgang mit der Erinnerung und dem Problem des Alterns in der modernen Welt.

In Kooperation mit: Kulturreferat für Oberschlesien

Begleitprogramm zur Ausstellung: »Wenn ihr wollt, ist es kein Märchen.« Lebenswege jüdischer Palästina-Auswanderer aus dem östlichen Europa.

Weitere Infos unter: http://www.g-h-h.de