Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen
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Lili Novy – Vermittlerin zwischen zwei Kulturen

10.11.2020, 16.30 Uhr
Schweigerhaus Laibach | Schweigerjeva hiša Ljubljana
Stari trg 11a, 1000 Ljubljana, Slowenien

 

Ein Themenabend mit den Enkeln der deutsch-slowenischen Dichterin

Lili Novy – Vermittlerin zwischen zwei Kulturen Platzhalterdarstellung für ausgewählte Veranstaltungen

Vertreter des Kulturvereins deutschsprachiger Jugend in Slowenien und Studierende der Germanistik-Fakultät der Universität Laibach/Ljubljana treffen sich in den Räumlichkeiten des Kulturvereins deutschsprachiger Jugend in Laibach/Ljubljana (des sogen. Schweigerhauses).

Ingo F. und Boris Pasch Wallersberg, die Enkel der deutsch-slowenischen Dichterin Lili Novy, präsentieren unveröffentlichte Texte der deutsch-slowenischen Dichterin und Übersetzerin. Dabei werden die Zwillingsbrüder Lili Novys Rolle als Vermittlerin zwischen zwei Kulturen hervorheben. Eine Büste Lili Novys ist am Eingang des Schweigerhauses zu sehen. Über die Geschichte des Hauses und der Büste wird Christian Lautischer, Leiter des Kulturvereins und Herausgeber der Laibacher Zeitung, berichten.

Die Veranstaltung findet im Schweigerhaus (slowenisch Schweigerjeva hiša) in Laibach/Ljubljana statt. Es beherbergt u. a. den  Kulturverein deutschsprachiger Jugend in Slowenien und die »Laibacher Zeitung«

Kurzbiografien

Die Zwillingsbrüder Ingo Falk und Boris Pasch Wallersberg, geb. 14.1.1941 in Berlin, flüchteten im Jahr 1944 mit der Familie – allerdings ohne den Vater (er kämpfte in Polen gegen das NS-Regime und wurde später im KZ Gross Rosen ermordet) – zur Großmutter mütterlicherseits, der bekannten deutsch-slowenischen Dichterin Lili Nowy von Wallersberg, nach Laibach/Ljubljana. Als Deutsche sind sie nach dem Krieg verhaftet und nur wegen der renommierten Großmutter nicht ermordet worden. Sie lebten im Familienhaus am Alten Markt in Laibach bis zum Ableben der Großmutter. Beide studierten Jura an der Universität Laibach und schlossen ihr Studium mit dem Staatsexamen ab.

Ingo Falk Pasch Wallersberg war bis zum politischen Umbruch im Jahren 1990/92 als Rechtsanwalt tätig. Er setzte sich als Minister für Tourismus in der ersten demokratischen Regierung Yugoslawiens für die Unabhängigkeit und Demokratisierung Sloweniens ein. Im Jahr 1993 gründete er mit einigen Fachleuten die Slowenische Kammer für private Sicherheit, der er als Direktor und später als Präsident vorstand. Ende 2010 ging er in Ruhestand, blieb aber politisch tätig.

Boris Pasch Wallersberg ging als Jurist in die Wirtschaft und wurde Vorstandsmitglied des Lebensmittelkonzerns »Ljubljanske mlekarne« in Laibach und danach Vorstandsmitglied des Seehafens Koper an der Adria. Von 2001 bis 2008 war er Wirtschaftsberater in der Botschaft Sloweniens in Berlin. Er ist Verfasser dreier Gedichtbände: Der Garten am Schloss (1997), Die Rosskastanie (2013) und Das Zweite Geschoss (2018) sowie einer Essaysammlung Das Haus auf dem Felsen (2006).

Eine Veranstaltung des Deutschen Kulturforums östliches Europa im Rahmen des Jahresthemas 2020: Minderheiten. Mittendrin und anders. Deutschsprachige Minderheiten im östlichen Europa.

In Zusammenarbeit mit dem Goethe-Institut Laibach/Ljubljana, dem Kulturverein deutschsprachiger Jugend in Slowenien und der Germanistik-Fakultät der Universität Laibach/Ljubljana

Das Kulturforum wird gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien

Foto oben: Lili Novy. Foto: Avgust Berthold, © Wiki Commons
Foto unten: Die Veranstaltung findet im Schweigerhaus (slowenisch Schweigerjeva hiša) in Laibach/Ljubljana statt. Es beherbergt u. a. den Kulturverein deutschsprachiger Jugend in Slowenien und die »Laibacher Zeitung«.