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Stiftung deutscher Kultur im Östlichen Europa - OKR Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen

Polen – ein Spielball der Großmächte?

23.05.2018 , 18:00

Probleme der Bewertung einer europäischen Frage in der Übergangszeit 1770–1830. Ein Vortrag von Prof.Dr.Wolfram Siemann, Adelzhausen

Die polnische Frage prägte als Konfliktfeld die Epoche vom Ancien Régime bis zur Julirevolution. Welche Motive und Interessen wirkten dabei mit, dass eine staatliche Ordnung vollkommen von der Landkarte Europas getilgt und dann 1815 doch wieder auf merkwürdig zerstückelte Weise rekonstruiert wurde? Ein kurzer Vergleich mit dem teilweise ähnlichen zeitgleichen Schicksal der Niederlande in der Revolutions- und Kriegsära soll helfen zu verstehen, welche unterschiedlichen Sichtweisen und Mächtekonstellationen in Europa am Werk waren, um einerseits die Niederlande wieder auferstehen zu lassen und andererseits dem Refrain »Noch ist Polen nicht verloren« immer neue Nahrung zu geben.

Referent

Wolfram Siemann, Professor em., lehrte Geschichte an den Universitäten Tübingen, Trier und München. Zu seinen Forschungsschwerpunkten gehören Revolutions-, Verfassungs- und Mediengeschichte des 19. Jahrhunderts. Richtungsweisend sind seine Untersuchungen zur Geschichte der europäischen Revolutionen von 1848/49.

Eintritt

5,- Euro
3,- Euro ermäßigt

Kasse und Information

T. +49 (0)331 62085-50

Veranstalter

Der Vortrag ist eine Begleitveranstaltung zur Ausstellung Wortgewalten – Hans von Held. Ein aufgeklärter Staatsdiener zwischen Preußen und Polen, die vom 6. Mai bis 15. August 2018 im Schloss Caputh gezeigt wird.