Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen
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Prof. Dr. Hans-Ulrich Baumgarten: Königsberg erinnern.

19.11.2020, 19.00 Uhr
Martin-Opitz-Bibliothek
Berliner Platz 5
44623 Herne

 

Versuch einer philosophischen Ortsbestimmung

Ein Beitrag der Martin-Opitz-Bibliothek anlässlich der deutschen EU-Ratspräsidentschaft

In Kooperation mit der VHS

Vortrag: Über Königsberg sagt Immanuel Kant: “… eine solche Stadt … kann schon für einen schicklichen Platz zur Erweiterung sowohl der Menschenkenntnis als auch der Weltkenntnis genommen werden, wo diese, auch ohne zu reisen, gewonnen werden kann.”
Königsberg ist Kants Geburtsstadt, die er nie verlassen hat. Ohne sich von diesem Ort jemals fortbewegt zu haben, wird sein Denken durch Menschenkenntnis und Weltkenntnis bestimmt. Bis heute besitzt es Weltgeltung.
Ostpreußen mit seinem Zentrum Königsberg ist für einige von uns Herkunftsland ihrer Vorfahren, für manche verlorene Heimat.
Was bedeutet es, seine Heimat zu verlieren? Inwiefern gehört Heimat zur Identität eines Menschen? Und wie lässt sich im Kontext dieser Fragen und ihrer möglichen Antworten Erinnerungskultur orientierungsgebend gestalten?
Der Vortrag möchte sich mit diesen Fragen aus einer philosophischen Perspektive beschäftigen, wobei Kant nicht zufällig den Fluchtpunkt der Betrachtung bildet.

Referent:  Prof. Dr. Hans-Ulrich Baumgarten ist 1958 in Osnabrück geboren und studierte ab 1977 Germanistik, katholische Theologie und Philosophie in Freiburg/Br. Er wechselte nach Münster und legte dort seine erste Staatsprüfung für das Lehramt Sek. I und II ab: 1983 in den Fächern Erziehungswissenschaft, katholische Theologie, 1984 in Philosophie und 1985 in Germanistik.
1991 folgte die Promotion („Kant und Tetens. Untersuchungen zum Problem von Vorstellung und Gegenstand”) und 1997  die Habilitation (” Handlungstheorie bei Platon. Platon auf dem Weg zum Willen”) in Freiburg/Br.

Vortragsort: Vortragsraum der MOB

Eintritt frei!

Keine Anmeldung erforderlich!

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